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Plattformen FINO 1-3 in Nord- und Ostsee
Projektinfo 17/2011
 

© Thomas Hellmund, Vattenfall Wind Power

Forschen mitten im Meer

Große Teile des deutschen Strombedarfs sollen künftig aus Windparks im Meer kommen, um dort die günstigen Windverhältnisse zu nutzen. Technisch und ökonomisch ist das Neuland und findet in empfindlichen Biotopen statt. Drei weitgehend ferngesteuert arbeitende Forschungsplattformen in Nord- und Ostsee (FINO) wurden errichtet. Dort wird als ein Schwerpunkt untersucht, wie sich der Wind über der See tatsächlich verhält und wie viel Strom sich so erzeugen lässt. Die Daten fließen in Planung, Auslegung und Zertifizierung künftiger Parks ein.

Mitten im Meer herrscht oft ein raues Klima, selbst für Windenergieanlagen, die bereits standardmäßig aus sehr hochwertigen Komponenten gefertigt werden. Für den Einsatz auf See müssen die Anlagen daher speziell angepasst und ausgelegt werden. Nur so können sie Wind, Wellen und der salzhaltigen Atmosphäre verlässlich standhalten, ohne dass zu häufig Techniker per Schiff oder Hubschrauber außerhalb der normalen Wartungsintervalle zu Reparaturen anrücken müssen.

Bild 1 - projekt 1711 00:
Copyright: Thomas Hellmund, Vattenfall Wind Power
Bild 2 - projekt 1711 01: Abb. 1: Während des Sturms „Britta“ 2006 wurde die FINO 1 von extremen Wellen getroffen und der untere Laufgang in 15 m Höhe leicht beschädigt.
Copyright: GL – Garrad Hassan
Bild 3 - projekt 1711 02: Abb. 2: Installiertes Kamerasystem für die Vogelforschung in 51 m Höhe auf der Nordseite des Messmastes von FINO 2.
Copyright: GL – Garrad Hassan
Bild 4 - projekt 1711 03: Abb. 3: Die Windgeschwindigkeit und -richtungen auf der FINO 3 werden an 24 Auslegern in 9 Höhenstufen zwischen 30 und 106 m Höhe erfasst. Durch die dreistielige Geometrie ist weitgehend sichergestellt, dass immer ein Anemometer frei angeströmt wird.
Copyright: F&E-Zentrum der FH Kiel
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Die Zuverlässigkeit der Anlagen ist für den geplanten massiven Ausbau und die Wirtschaftlichkeit von Offshore-Windparks ein wichtiger Faktor. Um für Auslegung und Betrieb exakte Planungsdaten zur Verfügung zu haben und Wissenslücken zu schließen, wurden die automatischen, mit wissenschaftlichem Messinstrumentarium bestückten Forschungsplattformen FINO 1 (2003 Nordsee), FINO 2 (2007 Ostsee) und FINO 3 (2009 Nordsee) errichtet.

Inhaltsübersicht Projektinfo 17/2011:
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Downloads

Zusatzinformationen FINO 1
(15 Seiten, 2,2 MB)

Zusatzinformationen FINO 2
(20 Seiten, 1,7 MB)

Zusatzinformationen FINO 3
(22 Seiten, 4,2 MB)

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