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Thermoaktive Bauteilsysteme
In Verwaltungs- und Gewerbebauten wird die Betonkerntemperierung als populäre Variante der thermoaktiven Bauteilsysteme immer häufiger eingesetzt – nicht zuletzt weil sie als kostengünstig gilt und eine hohe Behaglichkeit garantieren soll.
Doch wie flexibel bleibt die Nutzung von Gebäuden? Wie energieeffizient sind die thermisch trägen Flächenkühl- und Flächenheizsysteme? Unter welchen Voraussetzungen ist das Konzept wirtschaftlich anwendbar? Welches Komfortniveau wird tatsächlich erreicht? Diese Fragen werden in diesem BINE-Themeninfo diskutiert – auch auf der Basis von drei Neubauten aus dem Monitoring-Programm "Energieoptimiertes Bauen" (EnOB), einer Forschungsinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Unter realen Betriebsbedingungen werden hier Gebäude- und Energiekonzept sowie neue Materialien und Technologien ausgiebig getestet und nach wissenschaftlichen Maßstäben bewertet.
Das Themeninfo "Thermoaktive Bauteilsysteme" zeigt das Energieeffizienzpotenzial, die Leistungscharakteristik und limitierenden Einsatzbedingungen dieser Systeme.
Lassen sich Gebäude mit Umweltenergie kühlen? Ja – mit Hilfe von thermoaktiven Bauteilsystemen. Auf herkömmliche Kältemaschinen kann verzichtet werden, wenn Gebäude architektonisch und bauphysikalisch energieoptimiert geplant und gebaut sind. Und wenn mit thermoaktiven Bauteilsystemen die gebäudeeigene Speicherkapazität zum Temperaturausgleich genutzt und über natürliche Wärmesenken wie das Erdreich, das Grundwasser oder die kühle Nachtluft aktiviert werden kann. Seit den 1990er Jahren werden mehr und mehr Gebäude mit diesen Systemen gekühlt – und auch beheizt.

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