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Technologien für Energieeffizienz und CO2-Reduktion
Themeninfo II/2010
 


Neue Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen

Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen - brauchen wir die im 21. Jahrhundert noch, dem Kommunikations- und Informationszeitalter? Neue Kraftwerksprojekte oder Stromtrassen stoßen häufig auf Skepsis und Protest. Dabei hat eine sichere Stromversorgung für unsere moderne Gesellschaft eine ähnliche Bedeutung wie der Blutkreislauf für den menschlichen Körper. Strom muss auch möglichst preiswert und umweltfreundlich sein.

In Deutschland entfällt etwa 40% des Primärenergieverbrauchs auf die Stromerzeugung. Ohne eine leistungsfähige Energieversorgung wird es nicht möglich sein, bei hoher Beschäftigung und Wohlstand die Klimaschutzziele zu erreichen. Energiepolitisch besteht eine breite Übereinstimmung: Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien. Dies setzt  aber voraus, dass auch die Schlüsselfrage Energieeffizienz angegangen wird. Damit befindet sich Deutschland auf dem Weg in ein neues Energiezeitalter.

Für eine Übergangszeit lassen sich die globalen Herausforderungen ohne eine Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern nicht bewältigen. Um den Temperaturanstieg des Erdklimas auf 2 °C zu begrenzen, ist eine schnelle und deutliche Reduzierung der CO2-Emissionen erforderlich. Die Weltbevölkerung wächst und wird 2050 voraussichtlich 9 Mrd. Menschen betragen. Damit steigt auch die Nachfrage nach Energie, insbesondere nach Strom. Die Internationale Energieagentur erwartet, dass bis 2030 die weltweite Stromnachfrage – überwiegend in Nicht-OECD-Staaten – insgesamt um mehr als 75% steigen wird. Kohlen sind derzeit die Basis für 40% des globalen Stromverbrauchs und ihr Beitrag kann bis 2030 um bis zu 50% steigen.

Bild 1 - themen II10 00:
Copyright:
Bild 2 - themen II10 01: Abb. 1: Heizkraftwerk Berlin Mitte mit kombiniertem Gas- und Dampfturbinenprozess.
Copyright: Vattenfall Europe AG
Bild 3 - themen II10 02: Abb. 2: Bruttostromerzeugung in Deutschland 2009.
Copyright: Energiestatistik des BMWi
Bild 4 - themen II10 03: Abb. 3: Montage einer Gasturbine.
Copyright: Alstom Deutschland AG
Bild 5 - themen II10 04: Abb. 4: Pulverbeschichtung für Turbinenschaufeln.
Copyright: Siemens Pressebild
Bild 6 - themen II10 05: Abb. 5: Keramisch beschichtete Turbinenschaufeln.
Copyright: Siemens Pressebild
Bild 7 - themen II10 06: Abb. 6: Schnitt durch eine Gasturbine.
Copyright: Siemens Pressebild
Bild 8 - themen II10 07: Abb. 7: Entwicklung des Wirkungsgrades kombinierter Gas- und Dampfturbinenprozesse.
Copyright: BINE Informationsdienst
Bild 9 - themen II10 08: Abb. 8: Kraftwerk Staudinger.
Copyright: E.ON Kraftwerke GmbH
Bild 10 - themen II10 09: Abb. 9: Kraftwerk Irsching.
Copyright: E.ON Kraftwerke GmbH
Bild 11 - themen II10 10: Abb. 10: Die Gasturbine.
Copyright: Siemens Pressebild
Bild 12 - themen II10 11: Abb. 11: Modell eines Mitochondriums.
Copyright: Überseemuseum Bremen
Bild 13 - themen II10 12: Abb. 12: Mitochondrien im Modell einer Zelle.
Copyright: Überseemuseum Bremen
Bild 14 - themen II10 13: Abb. 13: CO2-Reduzierung bei kommerziellen Kohlekraftwerken.
Copyright: COORETEC
Bild 15 - themen II10 14: Abb. 14: Prinzip der Braunkohletrocknung in einer Wirbelschicht an den BoA-Kraftwerken.
Copyright: RWE Power AG
Bild 16 - themen II10 15: Abb. 15: Kohletransport im Kraftwerk Scholven.
Copyright: E.ON Kraftwerke GmbH
Bild 17 - themen II10 16: Abb. 16: Prinzip der Abtrennung von CO2 aus Rauchgasen.
Copyright: RWE Power AG
Bild 18 - themen II10 17: Abb. 17: Kraftwerk Niederaußem mit BoA-Technologie und Braunkohletrocknung.
Copyright: RWE Power AG
Bild 19 - themen II10 18: Abb. 18: Komponente aus Alloy 617.
Copyright: Alstom Deutschland AG
Bild 20 - themen II10 19: Abb. 19: Zeitstandseigenschaften der Nickelbasiswerkstoffe im Vergleich zu warmfesten Stählen.
Copyright: Materialprüfungsamt Stuttgart
Bild 21 - themen II10 20: Abb. 20: IGCC-Kraftwerk Puertollano in Spanien.
Copyright: Siemens AG
Bild 22 - themen II10 21: Abb. 21: Prinzipschema eines IGCC-Prozesses (CO-Shift nur für IGCC-CCS Kraftwerke).
Copyright: TU Freiberg
Bild 23 - themen II10 22: Abb. 22: Möglichkeiten zur Erzeugung von Chemikalien und Kraftstoffen aus kohlestämmigem Systhesegas.
Copyright: TU Freiberg
Bild 24 - themen II10 23: Abb. 23: Übersicht zu früheren und existierenden IGCC- und Polygeneration-Kraftwerken ohne Anspruch auf Vollständigkeit (SK = Steinkohle, PK = Petrolkoks, EG = Erdgas, SÖ = Schweröl; * Wirkungsgrad auf Basis Brennwert).
Copyright: TU Freiberg
Bild 25 - themen II10 24: Abb. 24: Arbeiten am Netz der Zukunft.
Copyright: E.ON Kraftwerke GmbH
Bild 26 - themen II10 25: Abb. 25: Blick in die Oxyfuel Testanlage.
Copyright: Vattenfall Europe AG
Bild 27 - themen II10 26: Abb. 26: Unterteilung der verschiedenen Prozessrouten.
Copyright: PowerTech
Bild 28 - themen II10 27: Abb. 27: Prinzip des Carbonate Looping Verfahrens.
Copyright: TU Hamburg Harburg
Bild 29 - themen II10 28: Abb. 28: Vereinfachtes Schema des Chemical Looping Combustion-Prozesses.
Copyright: TU Hamburg Harburg
Bild 30 - themen II10 29: Abb. 29: So könnte CCS in der Praxis aussehen.
Copyright: Neue Zürcher Zeitung/Total
Bild 31 - themen II10 30: Abb. 30: Bohrkerne aus Ketzin werden verpackt.
Copyright: Geoforschungszentrum Potsdam
Bild 32 - themen II10 31: Abb. 31: Der Forschungsstandort Ketzin.
Copyright: Geoforschungszentrum Potsdam
Bild 33 - themen II10 32: Abb. 32: Oxyfuel Pilotanlage am Standort Schwarze Pumpe.
Copyright: Vattenfall Europe AG
Bild 34 - themen II10 Fischedick: Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick
Copyright: Wuppertal Institut
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Bild 36 - themen II10 Kather: Prof. Dr. Alfons Kather
Copyright: TU Hamburg-Harburg
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Die wachsende Nachfrage bei abnehmenden Vorräten an fossilen Energieträgern wird einen Preisanstieg zur Folge haben. International sind Strompreise ein Wettbewerbsfaktor. Wie kann es gelingen, unter diesen Voraussetzungen gleichzeitig die weltweit weiter wachsende Stromnachfrage zu decken und die Klimaschutzziele zu erreichen? Dafür benötigt man auch möglichst energieeffiziente, ökonomische und flexible Technologien. Diese zur Marktreife zu entwickeln, ist Aufgabe der Energieforschung. Kraftwerksforschung ist hierbei ein Schwerpunkt, weil dort jede kleine Effizienzsteigerung eine enorme Wirkung entfaltet.

Auf dem deutschen und europäischen Energiemarkt ist ein Strukturwandel absehbar. Dieser resultiert aus dem wachsenden Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien, dem Ersatz veralteter Kraftwerke durch hocheffiziente Neuanlagen, dem zunehmenden Stromhandel und der Optimierung der Netze. Wir stellen im Folgenden aktuelle Themen der deutschen Kraftwerksforschung im Überblick vor.