Siedlung Stuttgart-Feuerbach
Nach einem Bauträgerwettbewerb der Stadt entstanden in Stuttgart-Feuerbach bis zum Jahr 2000 52 Reihenhäuser in Passivhausbauweise. Dort wurden in einem zweijährigen Messprogramm Daten zu Strom- und Wärmeverbrauch, Außenklima sowie zum Nutzerverhalten erfasst und bewertet.
Messergebnisse
Die mittlere Raumlufttemperatur kann in der Heizperiode von den Bewohnern individuell an einem zentralen Regelgerät eingestellt werden. Die zusätzlichen Elektroheizkörper sind so geregelt, dass der Stromkreis nur dann freigegeben wird, wenn die Leistung der Wärmepumpe nicht ausreicht, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. Zwischen November und März bewegen sich die Raumlufttemperaturen zwischen 20 und 23°C. Im Frühjahr und Herbst steigen die Maximalwerte bis auf knapp 25°C an. Der Stromverbrauch der Wärmepumpe für die Zulufterwärmung lag in der Heizperiode von September 2001 bis Mai 2002 zwischen 2 und 14 kWh/m²a, der Mittelwert betrug 4,9 kWh/m²a. Die elektrische Zusatzheizung verbrauchte im Mittel 0,5 kWh/m²a.
In sieben der neun detailliert betrachteten Gebäude waren die Fenster während der Wintermonate weitgehend geschlossen. Ansonsten beträgt die Öffnungszeit während dieser Periode einmal knapp eine Stunde und einmal über zwei Stunden pro Tag und Fenster. Im Herbst und Frühjahr sind die Fenster bei allen Gebäuden deutlich länger geöffnet. Die Außentemperatur hat hier besonders hohen Einfluss auf das Fensteröffnungsverhalten.
Für die Trinkwassererwärmung in der Heizperiode verbraucht die Wärmepumpe im Schnitt 4,8 kWh/m²a, der Anteil des Heizstabes, der für Zeiten mit hohem Verbrauch installiert ist, liegt bei 1,5 kWh/m²a. Der mittlere Stromaufwand für die Trinkwassererwärmung ist damit höher als der für die Beheizung. Der gesamte Stromverbrauch während der Heizperiode wurde auf die Wohnfläche bezogen gemessen. Er beträgt durchschnittlich 32,4 kWh/m²a: davon für Haushaltsstrom 20,6 kWh/m²a (63%); für die Beheizung 5,4 kWh/m²a (17%) und die Trinkwassererwärmung 6,3 kWh/m²a (20%). Zwischen den einzelnen Haushalten zeigen sich dabei deutliche Unterschiede. Gemäß den Anforderungen der EnEV wäre ein Primärenergiebedarf von 105 kWh/m²a zulässig. Gemessen wurden ca. 30 kWh/m²a (Flächenbezug nach EnEV: Gebäudenutzfläche AN).
- Wohnen in Passivhäusern
- Siedlung Wiesbaden-Dotzheim
- Fenster im Passivhaus
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- Fazit
Adressen
Projektleitung, Begleitforschung Wiebaden-Dotzheim
Institut Wohnen und Umwelt (IWU)
Begleitforschung Stuttgart-Feuerbach
Fraunhofer IBP





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