Fazit
Die Heizwärmeverbräuche der einzelnen Passivhäuser können nutzerbedingt erheblich voneinander abweichen. Die Streuung beeinflusst aber weder das Gesamtergebnis noch die Funktionsfähigkeit der einzelnen Gebäude. Selbst der Haushalt mit dem höchsten Verbrauch liegt unterhalb der gesetzlichen Vorgaben.
Einfluss auf den Heizenergieverbrauch hat nach dem baulichen Standard vor allem die Raumlufttemperatur. Fensteröffnungen im Winter sind weniger entscheidend als zunächst befürchtet. Ein einzelnes, auch länger anhaltend geöffnetes Fenster - z.B. im Schlafraum - ist unproblematisch. Voraussetzung ist, dass die Bewohner ansonsten über Fenster sorgsam und kontrolliert lüften. Die Ergebnisse in Wiesbaden- Dotzheim und Stuttgart- Feuerbach zeigen, dass in den Passivhäusern deutlich weniger zusätzlich über Fenster gelüftet wird als in anderen Gebäuden mit kontrollierter Lüftung. Die hocheffizienten Lüftungsanlagen werden generell als Komfortgewinn bewertet.
Die Nutzerbefragung hat ergeben, dass die Bewohner nicht hauptsächlich wegen des geringen Energieverbrauchs in die Passivhäuser (Lummerlund) gezogen sind, überwogen haben Gründe wie Kosten, Kinderfreundlichkeit der Anlage sowie der Wunsch, Wohneigentum zu erwerben. Insgesamt sind die Bewohner zufrieden und loben den hohen Komfort in den Wohnungen. Sie fühlen sich nicht in ihrem Verhalten eingeschränkt und umgekehrt beeinträchtigt ihr Verhalten nicht die Funktionsfähigkeit der Häuser. Damit ist das Passivhauskonzept grundsätzlich für eine Vielzahl von Nutzergruppen interessant.
Adressen
Projektleitung, Begleitforschung Wiebaden-Dotzheim
Institut Wohnen und Umwelt (IWU)
Begleitforschung Stuttgart-Feuerbach
Fraunhofer IBP



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