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Man sieht den Reihenhäusern ihre Sparsamkeit nicht an.
© Institut Wohnen und Umwelt (IWU), Darmstadt
Wie leben die Bewohner der Super-Energiesparhäuser?
Projektinfo 04/2003
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Wohnen in Passivhäusern

Grundprinzip des energiesparenden Bauens ist es, Wärmeverluste durch eine kompakte Bauweise, eine sehr gute Wärmedämmung, eine optimierte Haustechnik sowie durch eine weitgehend luftdichte Gebäudehülle zu reduzieren. Das hat auch Einfluss auf das Wohlbefinden der Bewohner: der bessere Wärmeschutz erhöht die Behaglichkeit; neben Transmissionswärmeverlusten werden auch Lüftungsverluste durch die dichtere Gebäudehülle vermindert. Das Verhalten der Bewohner beeinflusst in hohem Maße den Energieverbrauch.

Seit Anfang der neunziger Jahre wird dieses Grundprinzip in Deutschland in sogenannten Passivhäusern umgesetzt; seit 1996 - initiiert und unterstützt durch den Arbeitskreis kostengünstige Passivhäuser - in größerem Rahmen. Weil Passivhäuser einen Heizwärmebedarf von unter 15 kWh/m²a haben, wird oft auf eine konventionelle Heizung verzichtet.

Das ohnehin notwendige Wohnungslüftungssystem kann die Deckung des Heizwärmebedarfs gleichzeitig mit der Frischluftzufuhr übernehmen. Zur Deckung des Frischluftbedarfs ist das Öffnen der Fenster dadurch nicht mehr notwendig; es kann im Gegenteil den Energieverbrauch unnötig erhöhen. Müssen die Bewohner bei den neuen energiesparenden Baukonzepten ihr gewohntes Verhalten ändern, um mit einem angenehmen Raumklima auch den angestrebten, geringen Energieverbrauch zu erzielen?

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Um dieser Frage nachzugehen, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) in zwei Passivhaussiedlungen Forschungsvorhaben gefördert, die den Einfluss des Nutzerverhaltens auf den Energieverbrauch prüfen sollten. In der Siedlung Lummerlund in Wiesbaden-Dotzheim wurden zu diesem Zweck die Verbrauchsdaten von 22 Reihenhäusern erfasst und ausgewertet, in Stuttgart-Feuerbach wurden 52 Gebäude evaluiert, neun davon detailliert.

In Wiesbaden wurden die Verbrauchsmessungen durch eine sozialwissenschaftliche Studie mit einer Bewohnerbefragung ergänzt. Nachdem die Siedlungen inzwischen einige Jahre bewohnt sind, lassen die Forschungsergebnisse Schlussfolgerungen zu, inwieweit das Passivhauskonzept mit der aktiven Mitwirkung der Bewohner in Einklang gebracht werden kann bzw. wie groß der Einfluss des Nutzerverhaltens auf den tatsächlichen Energieverbrauch ist.

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Adressen

Projektleitung, Begleitforschung Wiebaden-Dotzheim
IWU GmbH

Begleitforschung Stuttgart-Feuerbach
Fraunhofer IBP

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Literaturliste zum Thema
(1 Seite, 103 kB)

Abschlussbericht
(20 Seiten, 455 kB)

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