Fazit und Perspektiven
Pädagogisches Konzept
Das Science College bietet in- und ausländischen Schülern die Möglichkeit, an experimentellen und projektorientierten Kursen, Seminaren und Workshops in naturwissenschaftlichen Fächern teilzunehmen. Folgende Fächer werden angeboten: Mathematik, Biologie, Chemie, Physik und Technik. Dabei stehen aktuelle Forschungsthemen auf dem Programm, wie Biochemie, Hirnforschung, Nanotechnologie, Werkstoffe, Computersimulation und Astrophysik. Die Integration der im Gebäude verwirklichten Effizienztechnologien in den Unterricht ist ein zentraler Baustein des Projekts. Die teilnehmenden Schüler und ihre Lehrer sollen ein energieoptimiertes Bildungsgebäude erleben. Im Erdgeschoss befindet sich die "Internet Corner" mit zehn Rechnerarbeitsplätzen, an denen Schüler selbstständig u. a. mit den aktuellen Verbrauchsdaten des Gebäudes arbeiten können. Mögliche Themengebiete für solche Schülerarbeiten wären beispielsweise: Schüler heizen ihre Schule, Lichtspektren und Tageslichtnutzung, Luftqualität und Lüftung, Energiebilanz des Gebäudes, Sensortechnik und weitere mehr.
Gleichzeitig bietet die Einrichtung mit ihrem universitätsnahen Standard (z. B. interaktive Whiteboard-Technologie statt Wandtafeln, Mediensegel an jedem Laborarbeitsplatz) die Möglichkeit, naturwissenschaftlichen Unterricht auf einem Niveau zu betreiben, wie er an den Herkunftsschulen nicht möglich ist. Durch die Kooperation mit der RWTH Aachen, der FH Aachen-Jülich, dem Forschungszentrum Jülich und den Forschungsabteilungen von Industrieunternehmen ist es möglich, den aktuellen wissenschaftlichen Stand ins Science College zu bringen. In umgekehrter Richtung werden die beim Betrieb des Gebäudes gewonnenen technischen und pädagogischen Erfahrungen in die Arbeit der Hochschulen einfließen.
Das Science College ist im Hinblick auf Architektur, Energieeffizienz wie Pädagogik ein gleichermaßen interessantes Projekt. Schülerinnen und Schüler haben hier sowohl vom Nutzerkomfort durch das Gebäude als auch von der fachlichen Ausstattung nahezu ideale Arbeitsbedingungen. Diese positiven Erfahrungen werden Schüler, Lehrer und auch die kooperierenden Universitäten von den Veranstaltungen und Kursen mit nach Hause nehmen. Energieeffizienz wird damit über den naturwissenschaftlichen Unterricht und das eigene Wohlbefinden erlebbar.
Private und industrielle Förderer sind mit mehr als einer Mio. Euro am Projekt beteiligt. Durch die intensive, kontinuierliche Kommunikation zwischen Bauherrn, dem Projektkoordinator, den verschiedenen Planern und den beteiligten Handwerken konnte bei allen Beteiligten ein hohes Maß an Identifikation mit dem Projekt erreicht werden. Die Baukosten netto beliefen sich für die KG 300 und 400 auf 1.500 €/m² und die Kosten voll ausgestattet mit sämtlichen Lehrmaterialien auf 2.600 €/m² (insgesamt: 7,7 Mio. Euro). Die Einrichtung nimmt ab Juli 2009 den pädagogischen Betrieb auf. Das Gebäude wird noch zwei weitere Jahre einem wissenschaftlichen Monitoring unterzogen. Ein Blower-Door-Test, ein Thermal-Response-Test und eine thermische Simulation wurden bereits durchgeführt. Für das weitere Monitoring entwickelt das durchführende Solarinstitut Jülich Methoden zur dezentralen, vereinfachten und eingriffsfreien Messwerterfassung. Damit sollen die Messungen, soweit sie nicht über die Gebäudeleittechnik erfolgen, auf mehrere ca. 14-tägige Messkampagnen begrenzt werden. Geplant ist, anwesende Schüler älterer Jahrgänge in diese Messungen einzubeziehen.
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Adressen
Koordination
Harald von Reis
Bauherr
Haus Overbach
Generalplanung, Architekt und Bauleitung
Hahn Helten + Assoziierte
Gebäudetechnik
INCO Ingenieurbüro
Wissenschaftliche Begleitforschung
SIJ
Thermische Gebäudesimulation
IPJ
Geothermal Response Test
UBeg GbR
Downloads
Informationsheft des Science College
(pdf, 28 Seiten, 7,8 MB)
Präsentation des Projektteams
(pdf, 19 Seiten, 1,4 MB)
Zusatzinfos


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