News  – Nachrichten aus der Energieforschung
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Erfahrungen mit CAES-Kraftwerken
Bereits vor 30 Jahren ging in Niedersachsen ein 290-MW CAES-Kraftwerk ans Netz, um Grundlaststrom des Kernkraftwerks Unterweser zu Spitzenlaststrom zu veredeln. Das Kraftwerk arbeitet als Minutenreserve bis heute mit hoher Verfügbarkeit, allerdings bei einem relativ geringen Gesamtwirkungsgrad. Etwa 1,6 kWh Gas und 0,8 kWh Grundlaststrom werden benötigt, um 1 kWh Spitzenlaststrom zu erzeugen. Wesentliche Ursache ist, dass die bei der Kompression erhitzte Luft vor Einlagerung in die Kaverne heruntergekühlt werden muss. Umgekehrt muss die bei der Expansion in der Turbine auftretende Abkühlung durch Erdgaseinsatz kompensiert werden. Ein Kraftwerk in McIntosh, USA, nutzt Wärme der Turbinenabgase über einen Wärmetauscher für die Vorwärmung der Druckluft. Dadurch erzielt das Kraftwerk, das 1991 in Betrieb ging, etwas höhere Wirkungsgrade.
Zukünftige „Adiabaten Speicherkraftwerke” (AA-CAES) sollen gänzlich ohne fossile Brennstoffe auskommen und für die Erzeugung von einer kWh Spitzenlaststrom etwa 1,4 kWh Schwachlaststrom benötigen. Die Investitionskosten für ein konventionelles CAES-Kraftwerk werden voraussichtlich in der gleichen Größenordnung wie bei vergleichbaren Spitzenlast-Kraftwerken liegen. Das Gleiche gilt für die Betriebskosten. Für die großen Stromkonzerne könnte es sich womöglich bei steigenden Brennstoffpreisen schon sehr bald lohnen, mit Pressluftspeichern billigen Überschussstrom in wertvolle Reserveenergie zu verwandeln.


