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01.01.1970

Was Verpacker und Verbraucher wollen

Lebensmittelverpackungen sind Transportmittel und Werbefläche zugleich. Täglich werden allein in Deutschland hunderte von Millionen Verpackungen verbraucht. Auch wenn die einzelne Verpackung nur Cent-Beträge kosten darf, handelt es sich um einen Milliardenmarkt. Der globale Verpackungsmarkt hat ein jährliches Volumen von etwa 24 Mrd. Euro. Davon entfallen ungefähr 11% oder 2,6 Mrd. auf den Verpackungsdruck. In Deutschland werden jährlich rund 240.000 Tonnen Druckfarben im Wert von 400 Mio. Euro produziert. Mit Innovationen wie den ESH-Flexodruck lassen sich schnell einige Prozente Marktanteil gewinnen, was zweistellige Millionenumsätze bedeutet und die deutschen Standorte der Produzenten sichert oder wachsen lässt.

Dabei stellen sich die Verpackungsdrucker hohen Anforderungen. Die Gesetze fordern für Lebensmittelverpackungen: Druckfarben dürfen nicht in das Lebensmittel übergehen. Dies wird durch extrem empfindliche Methoden der chemischen Analytik überwacht. Doch seit dem Jahre 2007 haben die Länderbehörden für Lebensmittelsicherheit in trockenen Lebensmitteln immer wieder Chemikalien aus der Druckfarbe der Verpackungen entdeckt. Die Stoffe sind in bestimmten Druckfarben enthalten, damit die Farben besonders schnell trocknen, wenn sie mit UV-Licht bestrahlt werden. Diese Fotoinitiatoren reagieren mit dem Licht und die Farbe ist in wenigen Zehntelsekunden trocken. Die kritischen Farben heißen deshalb auch UV-Farben. Vor diesem Hintergrund verfügt das neue Druckverfahren, das Farben ohne Fotoiniatoren per Elektronstrahl härtet, über besonders große Marktchancen.

Verbraucherschützer und Politiker wollen, dass Verpackungen nur noch mit solchen Farben bedruckt werden dürfen, die für Verbraucher nachweislich unbedenklich sind. Die zulässigen Farbbestandteile sollen auf einer Positivliste aufgeführt werden – auf Basis von Prüfungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Von den rund 6.000 Stoffen, die in Druckfarben verwendet werden, hat das Institut bislang jedoch nur knapp 900 für unproblematisch erklärt.

Eine entsprechende Verordnung des Bundesministeriums für Verbraucherschutz soll 2011 in Kraft treten – nach Abstimmung mit dem Bundesumwelt- und -wirtschaftsministerium sowie mit den Bundesländern und der Wirtschaft.

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Adressen

Koordination und Farbentwicklung
Hartmann Druckfarben GmbH

Weiterentwicklung der Druckmaschine
Fischer & Krecke GmbH

Entwicklung der Runddruckform
Saueressig GmbH + Co. KG

Entwicklung, Optimierung und Standardisierung des Druckverfahrens
Knauer Holding GmbH & Co. KG