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Wärme und Kälte kompakt und bedarfsgerecht speichern
Themeninfo I/2009
 

© GLASSX, Gaston Wicky

Latentwärmespeicher in Gebäuden

Lässt sich Wärme – oder Kälte – direkt in Wänden und Decken speichern? Kann man Wärme exakt auf dem Temperaturniveau speichern, auf dem sie später genutzt werden soll? Und lässt sich der Wärmespeichereffekt zeitlich und in seiner Intensität dosieren? Die Antwort lautet eindeutig: Ja – mit Materialien, die Wärme latent speichern, das heißt auf einem definierten Temperaturniveau und in hoher "Konzentration". Der englische Begriff Phase Change Materials – kurz: PCM – deutet an, dass es eine Vielzahl von Materialien für unterschiedliche Temperaturbereiche gibt, mit denen das Wärmemanagement in Gebäuden individuell auf die jeweiligen Anforderungen zugeschnitten werden kann.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass das Thema Latentwärmespeicher nicht neu ist. Wasser ist bei 0°C ein klassischer Latentwärmespeicher, der bereits seit vielen Jahren in der Kältetechnik eingesetzt wird. Als Alternative zu den traditionellen Warmwasserspeichern sollten Latentwärmespeicher bereits vor vielen Jahren in die Heizungstechnik eingeführt werden, um das Wärmespeichervermögen deutlich zu erhöhen. Neu ist allerdings die Idee, Phase Change Materials flächig in Wände und Decken zu integrieren. Das Wärmemanagement bzw. die angestrebte Stabilisierung der Raumtemperaturen funktioniert weitgehend passiv, wenn für das nächtliche Abführen der Wärme per Nachtlüftung gesorgt wird. PCM lassen sich auch sehr gut in thermoaktive Bauteilsysteme integrieren. So erhält man aktive Systeme, mit denen das Wärmemanagement nach Wunsch gesteuert werden kann. Aufgrund der geringen Temperaturdifferenzen beim Heizen und Kühlen werden Niedrig-Exergie-Systeme realisierbar, die sich durch einen besonders effizienten Umgang mit den Energieressourcen auszeichnen.

Bild 1 - themen I09 00:
Copyright: GLASSX, Gaston Wicky
Bild 2 - themen I09 01: Abb. 1: Der Einsatz von PCM dient der Vermeidung von Spitzentemperaturen im Gebäudeinnern und somit der Einsparung von Kühlenergie. Bei konventioneller Nachtlüftung wird die Warmluft im Gebäude durch kalte Nachtluft ersetzt.
Copyright: GLASSX, Gaston Wicky
Bild 3 - themen I09 02: Abb. 2: Temperaturverlauf als Funktion der gespeicherten Wärmemenge bei sensibler und latenter Wärmespeicherung.
Copyright: ZAE Bayern
Bild 4 - themen I09 03: Abb. 3: Materialklassen, die als PCM untersucht und eingesetzt werden.
Copyright: ZAE Bayern
Bild 5 - themen I09 04a: Abb. 4: Beispiel einer Makroverkapselung
Copyright: ZAE Bayern
Bild 6 - themen I09 04b: Abb. 4: Beispiel einer Makroverkapselung
Copyright: ZAE Bayern
Bild 7 - themen I09 04c: Abb. 4: Beispiel einer Makroverkapselung
Copyright: ZAE Bayern
Bild 8 - themen I09 05a: Abb. 5: Mikroverkapselung.
Copyright: Fraunhofer ISE, BASF
Bild 9 - themen I09 05b: Abb. 5: Mikroverkapselung.
Copyright: Fraunhofer ISE, BASF
Bild 10 - themen I09 06a: Abb. 6: PCM-Verbundmaterialien: Mechanisch stabiles, schüttfähiges Granulat der Rubitherm GmbH
Copyright: ZAE Bayern
Bild 11 - themen I09 06b:
Copyright:
Bild 12 - themen I09 07: Abb. 7: Moderne Architektur zeichnet sich immer mehr durch leichte Konstruktionen und energieoptimierte Planung aus – ohne dass auf Komfort verzichtet werden muss. In Baustoffe integrierte PCM – z. B. in Form von Gipsbauplatten – sorgen per Temperaturausgleich für ein gutes Raumklima.
Copyright: BASF
Bild 13 - themen I09 08: Abb. 8: Nordost-Ansicht des Prototyps Wohnen 2015.
Copyright: TU Darmstadt, Kubina
Bild 14 - themen I09 09: Abb. 9: Innenansicht: Der Einsatz von PCM-Gipsbauplatten trug neben Kühldeckenelementen entscheidend dazu bei, die geforderten konstanten Innenraumtemperaturen zu erreichen.
Copyright: TU Darmstadt, Christian Stumpf
Bild 15 - themen I09 10: Abb. 10: Frostberegnung von Apfelbäumen im Alten Land bei Hamburg.
Copyright: Obsthof Axel Schuback, www.apfelpatenhof.de
Bild 16 - themen I09 10b: Abb. 10b: Frostberegnung von Apfelbäumen im Alten Land bei Hamburg.
Copyright: Obsthof Axel Schuback, www.apfelpatenhof.de
Bild 17 - themen I09 10c: Abb. 10c: Frostberegnung von Apfelbäumen im Alten Land bei Hamburg.
Copyright: Obsthof Axel Schuback, www.apfelpatenhof.de
Bild 18 - themen I09 11: Abb. 11: Messung zweier Testräume mit 15 mm PCM-Gipsputz auf allen opaken Innenflächen – außer dem Boden. Unter idealen Bedingungen kann eine Temperaturreduktion von rd. 3,5 K durch das PCM erzielt werden.
Copyright: Fraunhofer ISE
Bild 19 - themen I09 12: Abb. 12: PCM Gipsbauplatte von Knauf.
Copyright: ZAE Bayern
Bild 20 - themen I09 13: Abb. 13: Gipsinnenputz mit PCM.
Copyright: Maxit Deutschland
Bild 21 - themen I09 14: Abb. 14: PCM-Platte von DuPont Energain.
Copyright: ZAE Bayern
Bild 22 - themen I09 15: Abb. 15: PCM-Kühldecke
Copyright: Dörken
Bild 23 - themen I09 15b: Abb. 15b: PCM-Sonnenschutz
Copyright: ZAE Bayern
Bild 24 - themen I09 15c: Abb. 15c: Fassadenbauelement GLASSXcrystal.
Copyright: GLASSX
Bild 25 - themen I09 16: Abb. 16: PCM-Deckenkühlpaneele in einem Großraumbüro.
Copyright: Julia Schmidt/Deutscher Drucker
Bild 26 - themen I09 17: Abb. 17: Schematische Darstellung von aktiven PCM-Systemen zum Kühlen.
Copyright: ZAE Bayern
Bild 27 - themen I09 18a: Abb. 18: Druckerei Engelhardt & Bauer in Karlsruhe nach umfangreicher Sanierung.
Copyright: Patrick Beuchert
Bild 28 - themen I09 18b: Abb. 18b: Druckerei Engelhardt & Bauer in Karlsruhe nach umfangreicher Sanierung.
Copyright: Patrick Beuchert
Bild 29 - themen I09 19: Abb. 19: Kühldeckensystem mit PCM (Ilkatherm).
Copyright: Sven Meyer
Bild 30 - themen I09 20: Abb. 20: PCM-Estrich-Fußbodenheizung.
Copyright: Maxit Deutschland
Bild 31 - themen I09 21: Abb. 21: Kühldecke DAW mit Kaltwassersatz als Wärmesenke.
Copyright: Fraunhofer ISE
Bild 32 - themen I09 22: Abb. 22: KWKK-Anlage realisiert am Fraunhofer ISE zur Kühlung eines Großraumbüros über Kühl-/Heizkonvektoren und 5 Büros über PCM-Kühldecke.
Copyright: Fraunhofer ISE
Bild 33 - themen I09 23: Abb. 23: Temperaturverlauf in einem PCM-gekühlten Büro.
Copyright: Fraunhofer ISE
Bild 34 - themen I09 24: Abb. 24: Innovative Konzepte zur Raumkühlung schaffen ein gutes Klima – auch in Werk- und Arbeitsstätten.
Copyright: Lichtblau Architekten
Bild 35 - themen I09 25a: Abb. 25a: Das Imtech-Haus in Hamburg: Testobjekt für 50 PCM-Lüftungsmodule.
Copyright: Imtech
Bild 36 - themen I09 25b: Abb. 25: Das Imtech-Haus in Hamburg.
Copyright: Imtech
Bild 37 - themen I09 25c:
Copyright:
Bild 38 - themen I09 25d:
Copyright:
Bild 39 - themen I09 26: Abb. 26: Speicherkonzepte zur aktiven Einbindung in Heiz- und Kühlsysteme.
Copyright: H. Mehling
Bild 40 - themen I09 27: Abb. 27: Schematischer Ansatz für aktive Systeme mit Luft als Wärmeträgerfluid.
Copyright: ZAE Bayern
Bild 41 - themen I09 28: Abb. 28: Schematische Funktion einer aktiven PCM-Kühldecke.
Copyright: ZAE Bayern
Bild 42 - themen I09 29: Abb. 29: Screenshot PCMexpress unter www.valentin.de
Copyright:
Bild 43 - themen I09 30: Abb. 30: Schematische Darstellung des aktiven PCM-Kühlmoduls der Firma Imtech.
Copyright: Imtech
Bild 44 - themen I09 31: Abb. 31: PCM-Heizungsspeicher.
Copyright: Alfred Schneider GmbH
Bild 45 - themen I09 32: Abb. 32: Aufbau des Kühlsystems bestehend aus Latentwärmespeicher (1), Kühldecke mit Kapillarrohrmatte (2) und Fassadenwärmeübertrager (3).
Copyright: TU Berlin, Hermann-Rietschel-Institut
Bild 46 - themen I09 33a: Abb. 33a: Phasenwechsel-Flüssigkeiten (Slurries) bestehen aus einer Trägerflüssigkeit und darin suspendierten oder emulgierten PCM. Aufgrund der Partikelgrößen entsteht eine weiße Flüssigkeit.
Copyright: BASF
Bild 47 - themen I09 33b: Abb. 33b: Phasenwechsel-Flüssigkeiten (Slurries) bestehen aus einer Trägerflüssigkeit und darin suspendierten oder emulgierten PCM. Aufgrund der Partikelgrößen entsteht eine weiße Flüssigkeit.
Copyright: Fraunhofer ISE
Bild 48 - themen I09 33c: Abb. 33c: Phasenwechsel-Flüssigkeiten (Slurries) bestehen aus einer Trägerflüssigkeit und darin suspendierten oder emulgierten PCM. Aufgrund der Partikelgrößen entsteht eine weiße Flüssigkeit.
Copyright: Fraunhofer ISE
Bild 49 - themen I09 34: Abb. 34: Niedertemperatur-Latentwärmespeicher des Projekts "SolCool".
Copyright: ZAE Bayern
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Niedrig-Exergie-Systeme und -Technologien stehen im Fokus von LowEx – einem Schwerpunkt der Forschungsinitiative EnOB des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Hier werden Systeme für Gebäude, Gebäudetechnik und Energieversorgung entwickelt, die bei der Wärme- und Kälteerzeugung und bei der Wärme- und Kälteverteilung im Raum mit möglichst geringen Temperaturdifferenzen auskommen. Auf diese Weise können auch regenerative Energiequellen genutzt werden – so z. B. die natürliche Kühle des Erdreichs oder des Grundwassers zum Kühlen sowie solare Wärme zum Heizen. Ein Schlüssel zu LowEx-Systemen sind Latentwärmespeicher bzw. Phase Change Materials. Mit diesem Themeninfo präsentieren wir deren Entwicklungsstand, aktuelle PCM-Produkte und Einsatzmöglichkeiten. Hinzu kommt eine fundierte Auswertung erster Pilotprojekte.