Fazit
Beim weiteren Ausbau der Kundenanschlüsse favorisieren die Stadtwerke Chemnitz AG aus ökologischen und auch aus wirtschaftlichen Gründen den Einsatz eines großtechnischen Kältespeichers anstelle von zusätzlichen Kältemaschinen. Die bisherigen Ergebnisse zur technischen Machbarkeit und die Kostenschätzung stimmen optimistisch. Mit einem ersten, geplanten Pilotprojekt in Deutschland soll diese Technik demonstriert und optimiert werden. Der Bau und Betrieb eines 3.500 m3 großen Kurzzeit-Speichers ist für den Spätsommer 2006 geplant. Im folgenden Winter, wenn die Last des Kältenetzes gering ist, soll der Speicher ins Netz eingebunden werden. Das System wird mit Hilfe eines Monitoringprogramms überwacht und über Systemsimulationen optimiert. Die Ergebnisse sollen fortlaufend bis zum Jahr 2009 veröffentlicht werden. Sie könnten in Zukunft deutschlandweit beim Aufbau und der Umrüstung von Kühlsystemen angewendet werden.
Die Untersuchungsergebnisse für das Fernkältesystem Chemnitz lassen sich zumindest in der Tendenz auf viele andere Systeme übertragen: Ein Kältespeicher erhöht die Effizienz der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung. Der Verbrauch von elektrischer Energie in der Mittel- und Spitzenlast kann zugunsten von Abwärme reduziert werden. Der Nutzungsgrad des angeschlossenen Heizkraftwerkes verbessert sich. Da vielfach auch Kostenvorteile gegenüber alternativen Varianten bestehen, dürfte sich diese Technik sowohl bei der Nachrüstung als auch bei der Neuerrichtung von zentralen und dezentralen Kälteversorgungssystemen durchsetzen.
Service
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Projektinfo 10/2005
(4 Seiten, 178 kB)
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Vortrag "Kältespeicher - Überblick zum Stand der Technik"
(8 Seiten, 185 kB)


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