Das Fernkältesystem der Stadtwerke Chemnitz
Seit 1973 existiert in Chemnitz ein Fernkältesystem, das seinerzeit mit Kompressionskältemaschinen konzipiert wurde. Seit 1993 wird Wärme aus dem Heizkraftwerk Nord II für die Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung mit LiBr-Wasser-Absorptionskältemaschinen verwendet. Die Stadtwerke Chemnitz versorgen damit nahezu alle großen Kälteabnehmer bzw. Klimaanlagen in der Chemnitzer Innenstadt. Die Kältebereitstellung erfolgt zentral mit Absorptionskältemaschinen (AbKM) für die Grundlast und mit Kompressionskältemaschinen (KoKM) für die Mittel- und Spitzenlasten (Abb 2). Die Absorptionskältemaschinen werden vorrangig genutzt, da diese mit Überschusswärme des Heizkraftwerks angetrieben werden.
In den letzten fünf Jahren hat sich der Kälteabsatz im Versorgungsgebiet verdoppelt. Dies liegt zum einen am allgemeinen Trend, andererseits macht sich aber auch die Modernisierung des Stadtkerns mit klimatisierten Einkaufspassagen und neuen Bürogebäuden bemerkbar. Um die Kälteversorgung auch in Zukunft gewährleisten zu können, muss die bestehende Anlage optimiert werden.
Nachrüstbedarf
Um den Nachrüstbedarf abzuschätzen, wurden die Lastganglinien für die kommenden Jahre auf der Basis von Wetter- und Lastdaten des Fernkältenetzes prognostiziert (Abb 3, Abb 4). Demnach wird für 2006 ein Kälteabsatz von 12.100 MWh erwartet. Das wesentliche Problem ist jedoch die Deckung der Kälte-Spitzenlast von voraussichtlich rund 11.100 kW. Sie kann mit den im Maschinenbestand vorhandenen Absorptions- und Kompressionskältemaschinen nur zu drei Viertel abgedeckt werden.
- Kältespeicher in großen Kältenetzen
- Das Fernkältesystem der Stadtwerke Chemnitz
- Die Alternativen: Kältemaschine oder Kältespeicher
- Speichervarianten und Kosten
- Fazit
Service
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Projektinfo 10/2005
(4 Seiten, 178 kB)
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Vortrag "Kältespeicher - Überblick zum Stand der Technik"
(8 Seiten, 185 kB)





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