.
 
Optimierung für Fernkältenetz in Chemnitz
Projektinfo 10/2005
 

Fernkältetrasse in Chemnitz. Links das Betriebsgebäude der Zentralen Kälteversorgung, im Hintergrund der Schornstein des Heizkraftwerks.
© Dr. T. Urbaneck

Kältespeicher in großen Kältenetzen

In den letzten Jahren stieg der Energieverbrauch für die Klimatisierung von Gebäuden in Deutschland stark an. Ursachen sind der zunehmende Glasanteil bei Fassaden, steigende innere Wärmelasten und höhere Komfortansprüche der Gebäudenutzer. Bisher werden für die aktive Gebäudeklimatisierung hauptsächlich Kompressionskältemaschinen eingesetzt. Diese haben jedoch einen hohen Strombedarf, der zudem vornehmlich zu Spitzenlastzeiten abgerufen wird.

Daher wächst das Interesse an Klimatisierungsverfahren, die Wärme auf niedrigem Temperaturniveau, wie Fernwärme beziehungsweise Abwärme und solare Wärme, für die Kühlung nutzbar zu machen. Ökonomisch und ökologisch sinnvoll ist die Nutzung von Abfallwärme aus dezentralen Stromerzeugungsanlagen, die im Sommer sonst kaum genutzt werden kann und aufwändig abgeführt werden müsste.Bei der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung wird die Grundlast der Kältebereitstellung meist über wärmegetriebene Absorptionskältemaschinen gedeckt – ergänzt durch stromgetriebene Kompressionskältemaschinen für die Mittel- und Spitzenlasten.

Bild 1 - projekt 1005 01: Fernkältetrasse in Chemnitz. Links das Betriebsgebäude der Zentralen Kälteversorgung, im Hintergrund der Schornstein des Heizkraftwerks.
Copyright: Dr. T. Urbaneck
Bild 2 - projekt 1005 02: Zentrale Kälteversorgung (ZKV) in Chemnitz. Der geplante Kältespeicher ist bereits berücksichtigt.
Copyright: Dr. T. Urbaneck
Bild 3 - projekt 1005 03: Geordnete Lastganglinie für die ZKV Chemnitz, Prognose für das Jahr 2006.
Copyright: Dr. T. Urbaneck
Bild 4 - projekt 1005 04: Fernkältesystem technischer Bestand und Lastprognose für 2006.
Copyright: Dr. T. Urbaneck
Bild 5 - projekt 1005 05: Energetischer Doppelnutzen eines Speichers in einer zentralen Kälteversorgung (ZKV) mit Absorptions- (AbKM) und Kompressionskältemaschinen (KoKM) in Verbindung zum Heizkraftwerk (HKW) einschließlich der wichtigsten Energie- und Stoffströme.
Copyright: Dr. T. Urbaneck
Bild 6 - projekt 1005 06: Leistungsanpassung für das Jahr 2006; Nachrüstvarianten.
Copyright: Dr. T. Urbaneck
Bild 7 - projekt 1005 07: Jahresgesamtkosten System inkl. Nachrüstvariante.
Copyright: Dr. T. Urbaneck
Bild 8 - projekt 1005 08: Jährliche Kosten der unterschiedlichen Nachrüstvarianten.
Copyright: Dr. T. Urbaneck
 :
Copyright:
arrow
arrow

Mit dem Einsatz von Kältespeichern ist es möglich, die Absorptionskältemaschinen besser auszulasten und die Effizienz der Anlagen zu steigern. Der Strombedarf für die Kompressionskältemaschinen sinkt und vielfach können auch die Investitionskosten reduziert werden. Die Stadtwerke Chemnitz untersuchten gemeinsam mit der Technischen Universität Chemnitz, in welchen Fällen Kältespeicher innerhalb großer Versorgungssysteme ökologisch und ökonomisch vorteilhaft eingesetzt werden können. Bei dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) geförderten Vorhaben dient das Chemnitzer Fernkältesystem als Untersuchungsobjekt. . .

Seite 1 von 5