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Beispiel für die Kombination von Pelletofen mit einer Kollektoranlage.
© Wodtke GmbH Tübingen

Wirtschaftliche Aspekte und grosstechnische Nutzung

In Europa hat sich die Nutzung von Holz als Brennstoff für moderne Heizungen in den letzten Jahren am stärksten in Österreich, der Schweiz und Schweden entwickeln können. In Deutschland begann die Renaissance dieses traditionellen Brennstoffs später und die Entwicklung ist längst noch nicht abgeschlossen. Der Markt bietet bei den Heizsystemen eine große Auswahl, während bei Brennstofferzeugung und -handel die Erweiterung der Kapazitäten noch nicht abgeschlossen sind.

Für interessierte Verbraucher werden aktuelle Adressverzeichnisse zur Holzenergie u. a. im Internet (s. u.) angeboten. In Deutschland wird der Brennstoff Holz schwerpunktmäßig in waldreichen Regionen wie Bayern, Baden- Württemberg, Thüringen, Südwestfalen und Hochsauerland genutzt. Nachdem Deutschland lange Jahre bei den Holzpellets von Importen aus europäischen Nachbarstaaten abhängig war, wächst mittlerweile auch in diesem Bereich die inländische Produktion. Kurze Transportwege zwischen der Brennstoffproduktion und den Verbrauchern verbessern die Primärenergiebilanz des Brennstoffs Holz und stärken die regionale Wertschöpfung. In Deutschlands Wäldern wachsen jährlich 60 Millionen Festmeter Holz zu und der jährliche Holzeinschlag liegt bei 40 Millionen. Bislang trägt die gesamte Bioenergie 0,8% zum Primärenergiebedarf bei. Allein eine vollständige Nutzung der land- und forstwirtschaftlichen Reststoffe könnte den Wert verdreifachen. Holz und andere Biomasse wird auch in grosstechnischen Anlagen genutzt. Diese bieten u. a. die Möglichkeit einer gekoppelten Erzeugung von Wärme und Strom.

Ein derartiges Holz- Heizkraftwerk entsteht derzeit z. B. in Finnentrop (NRW). Bei einer Leistung von 2,8 MW wird Strom erzeugt sowie Rathaus, Schulen und Turnhallen mit Wärme versorgt. Als Brennstoff wird Holz aus der Region verwendet.