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Überblick über verschiedene Systeme der Holzheizung für private Wohngebäude.

Holzpellets – man kann sie säckeweise kaufen oder sie werden von Tankwagen geliefert und in den Lagerraum eingeblasen.
© Biomasse Info- Zentrum (BIZ) am IER, Stuttgar

Holzpellets – man kann sie säckeweise kaufen oder sie werden von Tankwagen geliefert und in den Lagerraum eingeblasen.
© Biomasse Info- Zentrum (BIZ) am IER, Stuttgar

Schnitt durch einen Pelletheizkessel [ hier mit manuell zu füllendem Vorratsbehälter für ca. einen Monatsbedarf].
© Energieagentur NRW

Schnitt durch einen Pelletheizkessel mit Scheitholzheizkessel (b).
© Energieagentur NRW

Vergleich der beiden Holzheizungssysteme.

Systeme der Holzheizung

Beim Heizen mit Holz kann man nach den Anwendungsgebieten in Zusatzheizungen, Zentralheizungen und Systeme für Großanwendungen (Abb. 6) unterscheiden. Im folgenden stehen die Zentralheizungen im Mittelpunkt, bei denen Holz die komplette Wärmeversorgung eines Ein- oder Zweifamilien- Hauses übernimmt und die Heizungsanlage zentral von einem Heizraum aus betrieben wird.

Bei einigen Systemen können die Brennstoffzufuhr und/oder die Ascheentfernung – je nach den baulichen Voraussetzungen und der Investitionsbereitschaft – auch automatisiert erfolgen. Für Endverbraucher ist meist wichtig, in welcher Verarbeitungsform der Brennstoff Holz verwendet wird. Pellets werden aus naturbelassenen Reststoffen der holzverarbeitenden Industrie mit hohem Druck gepresst. Sie zeichnen sich durch optimalen Bedienungs-, Transport- (Abb. 7) und Lagerkomfort sowie eine geringe Feuchtigkeit aus. Diese Presslinge eignen sich durch ihre normierte Größe mit einem Durchmesser von 6 - 8 mm und einer Länge von bis zu 4 cm gut für eine automatische Beschickung. Beim Heizwert entsprechen 2 kg Pellets etwa 1 l Heizöl bzw. 1 m³ Erdgas. Die Preise für Holzpellets richten sich maßgeblich nach Qualität, Abnahmemenge und Art der Anlieferung. Qualitativ gute Pellets erkennt man an einer glatten Oberfläche und einem geringen Bruch- und Staubanteil. Hilfestellung für Verbraucher bieten auch Prüfzeichen für Pellets, z. B. nach DIN oder der österreichischen ÖNORM. Für Pelletheizungen ist ein Umweltzeichen „Blauer Engel“ in Vorbereitung. Die Lager- Raumgröße lässt sich nach der Faustregel 0,9 m³ pro kW Wärmeleistung berechnen. Eine Lagerung ist in Kellern oder Erdtanks möglich. Bei einer Scheitholzheizung (Stückholzheizung) werden Holzstücke mit meist 25 - 100 cm Länge im Füllraum des Brenners manuell nachgelegt.

Zwei Systeme lassen sich unterscheiden: Kessel mit unterem Abbrand und Vergaserkessel. Bei letzteren wird durch ein Gebläse im Brennerraum ein Überdruck erzeugt. Die Holzgase werden nach unten gedrückt und brennen dort unter Zufuhr von Sekundärluft optimal aus. Vergaserkessel zeichnen sich durch gute Werte bei den Emissionen und Ausbrand aus und es werden auch Systeme im Leistungsbereich 5 - 15 kW angeboten (vgl. Abb. 8,9). Hackschnitzelfeuerungen funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie die Pelletfeuerung. Der Brennstoff Hackschnitzel kommt in unterschiedlicher Größe direkt aus der Forstwirtschaft. Für diesen Holzbrennstoff sind erheblich größere Lagerflächen und eine mechanisierte Brennstoffzufuhr erforderlich. Eine Hackschnitzelfeuerung empfiehlt sich für größere Wärmeabnehmer; im Einfamilienhausbereich ist sie eher die Ausnahme.