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Potential biogener Brenn- und Kraftstoffe in Deutschland (Primärenergie).
© BMU

Abhängigkeit des Heizwertes vom Wassergehalt und der Holzart. In der Praxis ist der Heizwert bei ca. 20% Wassergehalt relevant, den Holz nach ca. zweijähriger Lufttrocknung erreicht.

Orientierungswerte über die feuerungstechnischen Eigenschaften und Inhaltsstoffe verschiedener Holzarten im Vergleich zur Steinkohle.
© www.biomasse-info.net unter NAWARO-Datenbank

Holz – ein Energieträger mit Tradition

Biogene Brenn- und Kraftstoffe verfügen über ein großes Energiepotential (Abb. 2). Holz ist die älteste Energiequelle des Menschen. Im Zuge der Diskussion um den Energieverbrauch, die Endlichkeit fossiler Energievorräte und die begrenzte Aufnahmefähigkeit der Ökosysteme für Abfälle und Emissionen gewinnt der traditionelle Energieträger immer mehr an Bedeutung. Holz ist in Europa der am häufigsten eingesetzte biogene Brennstoff. Bei der Verbrennung von Holz verbindet sich der gebundene Kohlenstoff mit dem Sauerstoff aus der Luft zu Kohlendioxid und Wärme wird freigesetzt. Die Feuerungssysteme unterscheiden sich im Wesentlichen durch die Art der Brennstoffaufbereitung und -zufuhr. Genutzt werden hauptsächlich Holz und Holzreste aus Walddurchforstungen, Sägereien oder Altholzvorkommen in Form von Scheitholz, Hackschnitzeln und Hobelspänen. Der Heizwert hängt von der Holzart und dem Wassergehalt ab (Abb. 3 und 4).

Holzgewinnung findet meist in regionaler Nähe zu den Energieverbrauchern statt. Für die Forst- und Landwirtschaft sowie holzverarbeitende Betriebe eröffnet die Brennstoffproduktion neue Betätigungsfelder und erhöht die regionale Wertschöpfung. Kurze Transportwege kommen dem Holz bei der Gesamtenergiebilanz zugute. Dezentral erzeugte Energie aus Biomasse schließt somit nicht nur ökologische, sondern auch ökonomisch wertvolle Kreisläufe.