Holz - Energie aus Biomasse
Pflanzen und Bäume speichern Sonnenenergie, produzieren Sauerstoff und wachsen wieder nach. Einen Teil dieser Energie können wir nutzen, um unseren Energiebedarf zu decken. Hierfür wurden in den letzten Jahren technische Verfahren mit hoher Energieausbeute und geringer Umweltbelastung entwickelt.
Tag für Tag scheint die Sonne auf die Erde. Bei wolkenlosem Himmel fallen auf jeden Quadratmeter Erdoberfläche im Durchschnitt 1.000 Watt, bei Bewölkung kann dieser Wert auf 50 Watt sinken. Etwa 0,1 Prozent dieser Energie wird von Land- und Wasserpflanzen in Biomasse umgewandelt und gespeichert. Dieser Wert erscheint zunächst gering, da sich dies jedoch täglich auf der gesamten Erdoberfläche wiederholt, stellt die Biomasse insgesamt ein großes Energiepotential dar.
Allein in den Wäldern der Erde (40 Mio. km² Waldfläche) beträgt der Biomasse-Zuwachs jährlich etwa 170 Milliarden Tonnen. Dies entspricht etwa 25 Mal dem Energieäquivalent der jährlich geförderten Erdölmenge. Der Sonne verdankt die Erde fast sämtliche fossilen und erneuerbaren Energieträger. Aus ihrer Kraft schöpft das Leben auf der Erde seine Energie. Pflanzen betreiben im Sonnenlicht Photosynthese: Dabei bauen sie im Blattgrün, dem Chlorophyll, mit Hilfe der Sonnenenergie ihre (Bio-) Masse aus dem Kohlendioxid (CO2) der Luft sowie dem Wasser und Mineralien des Bodens auf. Gleichzeitig wird der für unser Leben essentielle Sauerstoff freigesetzt. Meeresalgen binden so etwa 50 Prozent des vom Menschen verursachten CO2 und produzieren etwa zwei Drittel des globalen Sauerstoffs. Tiere und Menschen ernähren sich von der Biomasse, verwerten die darin gespeicherte Sonnenenergie und atmen CO2 aus. Der Kreislauf kann wieder von vorn beginnen.
Auch bei der technischen Nutzung von Biomasse, beispielsweise bei einer Verbrennung, wird dieses Gas an die Atmosphäre abgegeben. Pflanzen nehmen es für ihr Wachstum von hier wieder auf. Biomaterialien können sowohl stofflich in der Industrie („nachwachsende Rohstoffe“) als auch energetisch zur Erzeugung von Treibstoff, Wärme und Strom („Biomasse“) genutzt werden. Bei der energetischen Nutzung wird unterschieden in feste (z. B. Holz, Stroh), flüssige (z. B. Pflanzenöl, Alkohol) und gasförmige (z. B. Biogas) Bioenergieträger.
Im Mittelpunkt dieses Infos steht der Brennstoff Holz. Die für die Gewinnung biogener Energieträger eingesetzte Energie ist sehr viel geringer als jene, die bei ihrer Verbrennung frei wird. Bei Holzhackschnitzeln werden ca. zwei Prozent der im Brennstoff enthaltenen Energie für deren Gewinnung aufgewendet, bei Holzpellets sind es gerade einmal fünf Prozent. Im Vergleich dazu liegt dieser Wert bei Heizöl etwa bei 10 - 12 Prozent. Jahrtausende haben Menschen Holz zur Gewinnung von Wärme und Licht sowie zum Kochen verbrannt. Die Energieausbeute in offenen Feuerstellen und einfachen Öfen war allerdings nur gering. In vielen Ländern der dritten Welt sind mangels Alternative derartige Öfen bis heute in Gebrauch. Im Unterschied dazu haben sich Holzöfen und -heizungen in den Industrieländern technisch enorm weiterentwickelt.
Der Markt bietet eine Vielzahl effizienter Systeme an. Die Nutzung der Biomasse ist bis heute Gegenstand zahlreicher Forschungsprojekte und Förderprogramme der Bundesregierung.

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