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Abb. 1: Das neue Rahmenprofil mit Dreifachisolierglas
© Süddeutsches Kunststoff-Zentrum, Würzburg
Neuer, schlanker Fensterrahmen
Projektinfo 09/2009
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Hoher Dämmwert - niedriges Gewicht

Die Anforderungen an die Wärmedämmung der Gebäudehülle steigen kontinuierlich. Dies gilt besonders vor dem Hintergrund wachsender Wärmeschutzstandards, die die Energieeinsparverordnung verlangt. Speziell im Fensterbereich gibt es hier noch Entwicklungsbedarf. Zwei Forschungsinstitute und sieben mittelständische Unternehmen haben sich zusammengetan bei der Entwicklung eines sehr gut wärmedämmenden Profils, das Fensterrahmen wesentlich schlanker und leichter machen soll. Wir stellen die seriennahe Neuentwicklung vor.

Zwar haben sich die wärmedämmenden Eigenschaften von Verglasungen in den letzten dreißig Jahren erheblich verbessert. Bestes Beispiel ist die aktuelle Entwicklung des Vakuumisolierglases. Ein Vakuum im Scheibenzwischenraum ermöglicht hier Wärmedurchgangskoeffizienten für die Verglasung von 0,5 W/m²K. Trotzdem stellen Fenster im Vergleich zu Gebäudehüllen noch immer energetische Schwachstellen dar. Eine Ursache sind die aktuell verfügbaren Rahmen.

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Die Dämmwerte konventioneller Fensterrahmen liegen noch immer deutlich über den Wärmedurchgangskoeffizienten der besten Verglasungen. Sogar Passivhausfenster mit sehr guter Wärmedämmung für Rahmen und Dreischeibenverglasung erreichen kaum Uw-Werte unter 0,8 W/m²K. Der Preis hierfür sind schwerfällige Systeme mit verstärkten Profilen und Beschlägen sowie großen Bautiefen. Fazit: Die Zeit ist reif für Rahmen, die hochdämmend und trotzdem schlank und leicht sind.

Im Forschungsprojekt „Hochwärmedämmende Fenster- und Fassadensysteme“ sollten entsprechende Rahmenkonstruktionen entwickelt werden. Der Forschungsverbund sollte diese für die Anwendung als Standard-Fenster für den Neubau und die Sanierung im Wohnungsbau entwickeln und dabei neue Verglasungen wie das Vakuumisolierglas einbeziehen. Insgesamt sind zwei Forschungsinstitute und sieben mittelständische Unternehmen an dem mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Forschungsprojekt beteiligt.

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