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Hot Spots am Oberrhein
Projektinfo 14/2007
 

Abb. 1: Visualisierung des geothermischen Kraftwerks in Landau.
© geox GmbH

Abb. 1b: Wasserdampf während des Zirkulationstests
© geox GmbH

Geothermische Stromerzeugung in Landau

In Deutschland stand bei der Nutzung der geothermischen Energie aus natürlichen Warmwasservorkommen lange Jahre die Wärmegewinnung im Vordergrund. Die Vorkommen befinden sich in der norddeutschen Tiefebene, am Oberrhein und im Voralpenland. Diese Thermalwässer, die in einer Tiefe zwischen 800 und 3.500 m liegen, können mittels geothermischer Heizwerke für die Nah- und Fernwärmeversorgung von Gebäuden, Betrieben oder größeren Siedlungen genutzt werden. Dank spezieller Kraftwerksverfahren ist an diesen Standorten mittlerweile auch zusätzlich eine Stromerzeugung möglich. Weil auch in Landau am Oberrhein die Erde einen "Hot Spot" zeigt, wurde dort ein geothermisches Kraftwerk in Betrieb genommen, das Strom und Wärme erzeugt.

In Deutschland stand bei der Nutzung der geothermischen Energie aus natürlichen Warmwasservorkommen lange Jahre die Wärmegewinnung im Vordergrund. Die Vorkommen befinden sich in der norddeutschen Tiefebene, am Oberrhein und im Voralpenland. Diese Thermalwässer, die in einer Tiefe zwischen 800 und 3.500 m liegen, können mittels geothermischer Heizwerke für die Nah- und Fernwärmeversorgung von Gebäuden, Betrieben oder größeren Siedlungen genutzt werden. Dank spezieller Kraftwerksverfahren ist an diesen Standorten mittlerweile auch zusätzlich eine Stromerzeugung möglich. Erstmals wurde dies in Deutschland 2003 in Neustadt-Glewe (Mecklenburg-Vorpommern) in kleinem Maßstab unter Beweis gestellt. Im November 2007 nahm in Landau (Rheinland-Pfalz) das erste industrielle Geothermiekraftwerk den Betrieb auf. Im kommenden Jahr soll in Unterhaching (Bayern) ein weiteres Kraftwerk folgen. Der Oberrheingraben zeichnet sich durch besonders günstige Voraussetzungen für Geothermieprojekte aus. Hier gibt es an verschiedenen Stellen so genannte »Hot Spots«, bei denen schon ab 2.500 m Tiefe mitheißem Wasser um die 150 °C zu rechnen ist. Derartige Bedingungen liegen am Standort Landau vor.

Bild 1 - projekt 1407 01: Abb. 1: Visualisierung des geothermischen Kraftwerks in Landau.
Copyright: geox GmbH
Bild 2 - projekt 1407 01b: Abb. 1b: Wasserdampf während des Zirkulationstests
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Bild 3 - projekt 1407 02: Abb 2: Temperaturklassen an der Oberfläche des Muschelkalks (1.000 m – 4.200 m Tiefe) im nördlichen Oberrheingraben
Copyright: GGA
Bild 4 - projekt 1407 03: Abb 3: Temperaturanstieg in den beiden Bohrungen
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Bild 5 - projekt 1407 04: Abb 4: Nächtliche Impressionen
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Bild 6 - projekt 1407 05: Abb 5: Zeitplan und Kennwerte der Anlage Landau
Copyright: BINE Informationsdienst
Bild 7 - projekt 1407 06: Abb 6: Schema der Anlage Landau
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Bild 8 - projekt 1407 07: Abb 7: Schema der ORC-Anlage Landau
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Bild 9 - projekt 1407 08: Abb 8: Lage der Geothermie-Anlage und der angrenzenden Wohnquartiere ( Maßstab = 1: 6.400)
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Bild 10 - projekt 1407 09: Abb 9: Während der Zirkulationstests austretender Dampf macht geothermische Energie sichtbar
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Bei der dortigen Anlage steht die Stromerzeugung im Vordergrund; es wird eine Strommenge produziert, die dem Jahresbedarf von 6.000 Haushalten entspricht. Mit der überschüssigen Wärme sollen nach einer Kapazitätserweiterung später ca.1.000 Haushalte versorgt werden. Für das Projekt Landau wurde in Anbetracht der regionalen geologischen Verhältnisse ein Konzept zur Erschließung mehrerer Förderhorizonte durch eine einzige Förderbohrung angewandt, um das Fündigkeitsrisiko zu verbessern. Geothermisch erzeugter Strom steht rund um die Uhr zur Verfügung und kann in der Grundlast des Stromnetzes eingesetzt werden, da die Wärme der Erde keinen tages- oder jahreszeitlichen Schwankungen unterliegt. Technik und Wirtschaftlichkeit der geothermischen Stromerzeugung weiter zu verbessern und deren Beitrag zur deutschen Stromversorgung zu erhöhen, ist Ziel der Energieforschung. Das Projekt Landau wurde durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert. Das Land Rheinland-Pfalz hat mit einem Erkundungszuschuss sowie einer Landesbürgschaft einen Teil des geologischen Fündigkeits- und Investitionsrisikos übernommen.

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