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Fazit

Die Sanierung der „Neuen Burse“ ist aus Sicht des Eigentümers als Erfolg zu werten. Die Energiekosten für das Gebäude sind drastisch gesunken und lange Wartelisten für einen Wohnheimplatz zeugen von der Attraktivität der Appartements. Die positive Wirkung des mit mehreren Architekturpreisen ausgezeichneten Gebäudes mit seinen komfortabel eingerichteten Appartements ist im Hinblick auf Zeiten mit möglicherweise sinkenden Studentenzahlen nicht zu unterschätzen.

Der 1. BA hat das Niedrigenergiehausniveau erreicht. Es hat sich durch den direkten Vergleich der Bauabschnitte gezeigt, dass neben dem Wärmedämmstandard vor allem die unterschiedlichen Lüftungskonzepte einen entscheidenden Einfluss auf den Heizwärme- und Primärenergieverbrauch haben. Der unzureichende Luftwechsel im 1. BA und die damit verbundene schlechte Raumluftqualität zeichneten sich bereits kurz nach der Fertigstellung ab. Dies war mit ein Grund, im 2. BA eine Dauerlüftung einzusetzen. In der Planung konnte durch den Einsatz einer WRG und der verbesserten Wärmedämmung der Passivhausstandard nachgewiesen werden. Aus wirtschaftlichen und gebäudespezifischen Gegebenheiten entschied man sich für eine einfachere Lüftungsanlage und Heiztechnik. In Verbindung mit nur einem einzigen, zentralen Luftheizregister pro Gebäude und den Badheizkörpern konnte das Ziel nicht erreicht werden. Mit der ausgeführten Haustechnik ist für den 2. BA ein Heizwärmeverbrauch von 30 kWh/m²a erreichbar. Für ein saniertes Gebäude ein sehr guter Wert. Der Vergleich der Bauabschnitte zeigt, dass die Fensterlüftung insbesondere bei kleinen Appartements nicht immer ausreicht. Ein hygienischer Luftwechsel kann über eine dauerhaft laufende Abluftanlage sichergestellt werden.

Im Ergebnis steigt der Heizwärmebedarf, da die Luftwechselrate und damit die Lüftungswärmeverluste zunehmen. Ebenfalls nimmt der Bedarf an Hilfsenergien zu, da Abluftventilatoren betrieben werden müssen. Abb 9 zeigt einen Vergleich der Primärenergiekennzahlen nach der Optimierung der Gebäude. Neben den technischen Maßnahmen ist es in jedem Fall wichtig, die Nutzer über die Haustechnik zu informieren. Das Projekt zeigt deutlich, dass nach einer aufwändigen energetischen Sanierung großer Gebäudekomplexe der Energieverbrauch gemessen und analysiert werden sollte, um mögliche Fehler in der Betriebstechnik aufzudecken und eine technisch wie wirtschaftlich überzeugende Betriebsweise zu gewährleisten.

 
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Links

Projektpräsentation der
Forschungsinitiative EnOB

www.ensan.de

www.passiv.de

Downloads

Baubeschreibung
(ACMS, Uni Wuppertal,
5 S., 206 kB)