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Studentenwohnheim Burse energetisch und architektonisch saniert
Projektinfo 04/2006
 

Neuer Wohnheimkomplex.
© Riehle, Köln

Alter Wohnheimkomplex.
© Riehle, Köln

Ausgewählte Gebäudedaten.
© Bergische Universität Wuppertal

Gebäude sanieren - Studentenwohnheim

Die Bergische Universität Wuppertal wurde in den 70er Jahren gegründet und zeitgleich sollte den Studierenden schnell kostengünstiger Wohnraum zur Verfügung stehen. So entstand das Studentenwohnheim Burse, mit ca. 600 Wohnheimplätzen eines der größten Wohnheime in Deutschland. Das Gebäude war in die Jahre gekommen und bedurfte einer grundlegenden Sanierung. Neben einer vollkommen veralteten Haustechnik und einer unzureichenden Wärmedämmung der Fassade zeigte das Wohnheim auch strukturelle Mängel.

Gemeinschaftsküchen und Sanitärräume waren für bis zu 32 Personen konzipiert. Die fehlende Attraktivität des Wohnheims führte zu Leerständen und erheblichen sozialen Problemen. Daher war es nicht mehr möglich, das Gebäude wirtschaftlich zu betreiben. Nach einer umfassenden Bestandsaufnahme wurden verschiedene Szenarien bis hin zum Totalabriss und Neubau untersucht. Ein nicht unbedeutender Gesichtspunkt waren die Investitions- und Betriebskosten. Die Attraktivität des Wohnheims kann nicht dauerhaft gesteigert werden, wenn nur bautechnische Mängel beseitigt werden. Aus diesem Grund wurde nach einer Lösung gesucht, die auch die langfristige Vermietbarkeit des Wohnheims deutlich verbessert.

Bild 1 - 0406 Abb.01: Neuer Wohnheimkomplex.
Copyright: Riehle, Köln
Bild 2 - 0406 Abb.01a: Alter Wohnheimkomplex.
Copyright: Riehle, Köln
Bild 3 - 0406 Abb.02: Ausgewählte Gebäudedaten.
Copyright: Bergische Universität Wuppertal
Bild 4 - 0406 Abb.03: Grundriss des Wohnheims vor der Sanierung
Copyright: Bergische Universität Wuppertal
Bild 5 - 0406 Abb.03a: Grundriss des Wohnheims nach der Sanierung
Copyright: Bergische Universität Wuppertal
Bild 6 - 0406 Abb.04: Ausgangszustand und realisierte Sanierung, Planungsdaten.
Copyright: Bergische Universität Wuppertal
Bild 7 - 0406 Abb.05: Ausschnitt aus der neuen Fassade.
Copyright: Riehle, Köln
Bild 8 - 0406 Abb.06: Lüftungskonzepte 1. und 2. BA.
Copyright: Bergische Universität Wuppertal
Bild 9 - 0406 Abb.07: Energieverbrauchskennwerte (Endenergie und Primärenergie (PE)) 2005 bezogen auf die NGF. Grund für den hohen Wert für die Warmwasserbereitung ist die Belegungsdichte eines Wohnheims mit 23 m2 pro Person (Bundesdurchschnitt: 43 m2/Person).
Copyright: Bergische Universität Wuppertal
Bild 10 - 0406 Abb.08: Heizwärmeverbrauch 2005, 2. BA; dargestellt als additive Zusammensetzung des berechneten Bedarfs und der festgestellten zusätzlichen Wärmeverluste.
Copyright: Bergische Universität Wuppertal
Bild 11 - 0406 Abb.09: Vergleich der Primärenergiekennzahlen nach Optimierung der Gebäude. Die grauen Balken entsprechen dem gemessenen Verbrauch im Jahr 2005..
Copyright: Bergische Universität Wuppertal
Bild 12 - 0406 Abb.10: Kosten der Fassaden (pro m2) für den 1. und 2. BA im Vergleich zu einer Ausführung mit Wärmedämmverbundsystem(WDVS), unter folgenden Voraussetzungen.
Copyright: Bergische Universität Wuppertal
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Neben der Modernisierung des Gebäudes entschied man sich ebenfalls für eine energetische Sanierung. Die Maßnahme wurde in zwei Bauabschnitte unterteilt. Der 2001 abgeschlossene 1. Bereich sollte den Niedrigenergiehausstandard erreichen. Beim 2003 fertig gestellten 2. Komplex wurde der Wärmeschutz weiter verbessert und eine Lüftung mit Zu- und Abluft sowie Wärmerückgewinnung eingebaut, so dass dieser Teil der „Neuen Burse“ in Anlehnung an das Passivhaus-Konzept realisiert wurde. Die Baukosten der  gesamten Sanierungsmaßnahme fielen gegenüber einem Neubau um 25% günstiger aus.

Nachdem das zweite Gebäude 2003 fertiggestellt und wieder komplett bezogen war, wurde im Mai 2004 eine auf drei Jahre angelegte wissenschaftliche Untersuchung der eingesetzten Haustechnik und Analyse des Energieverbrauchs begonnen. Das Vorhaben ist Bestandteil des Förderprogramms „Energieoptimiertes Bauen (ENOB)“, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert wird. Ein Schwerpunkt befasst sich mit der „Energetischen Verbesserung der Bausubstanz (EnSan)“.

Inhaltsübersicht Projektinfo 04/2006:
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Baubeschreibung
(ACMS, Uni Wuppertal,
5 S., 206 kB)