Gebäude sanieren - Studentenwohnheim
Die Bergische Universität Wuppertal wurde in den 70er Jahren gegründet und zeitgleich sollte den Studierenden schnell kostengünstiger Wohnraum zur Verfügung stehen. So entstand das Studentenwohnheim Burse, mit ca. 600 Wohnheimplätzen eines der größten Wohnheime in Deutschland. Das Gebäude war in die Jahre gekommen und bedurfte einer grundlegenden Sanierung. Neben einer vollkommen veralteten Haustechnik und einer unzureichenden Wärmedämmung der Fassade zeigte das Wohnheim auch strukturelle Mängel.
Gemeinschaftsküchen und Sanitärräume waren für bis zu 32 Personen konzipiert. Die fehlende Attraktivität des Wohnheims führte zu Leerständen und erheblichen sozialen Problemen. Daher war es nicht mehr möglich, das Gebäude wirtschaftlich zu betreiben. Nach einer umfassenden Bestandsaufnahme wurden verschiedene Szenarien bis hin zum Totalabriss und Neubau untersucht. Ein nicht unbedeutender Gesichtspunkt waren die Investitions- und Betriebskosten. Die Attraktivität des Wohnheims kann nicht dauerhaft gesteigert werden, wenn nur bautechnische Mängel beseitigt werden. Aus diesem Grund wurde nach einer Lösung gesucht, die auch die langfristige Vermietbarkeit des Wohnheims deutlich verbessert.
Neben der Modernisierung des Gebäudes entschied man sich ebenfalls für eine energetische Sanierung. Die Maßnahme wurde in zwei Bauabschnitte unterteilt. Der 2001 abgeschlossene 1. Bereich sollte den Niedrigenergiehausstandard erreichen. Beim 2003 fertig gestellten 2. Komplex wurde der Wärmeschutz weiter verbessert und eine Lüftung mit Zu- und Abluft sowie Wärmerückgewinnung eingebaut, so dass dieser Teil der „Neuen Burse“ in Anlehnung an das Passivhaus-Konzept realisiert wurde. Die Baukosten der gesamten Sanierungsmaßnahme fielen gegenüber einem Neubau um 25% günstiger aus.
Nachdem das zweite Gebäude 2003 fertiggestellt und wieder komplett bezogen war, wurde im Mai 2004 eine auf drei Jahre angelegte wissenschaftliche Untersuchung der eingesetzten Haustechnik und Analyse des Energieverbrauchs begonnen. Das Vorhaben ist Bestandteil des Förderprogramms „Energieoptimiertes Bauen (ENOB)“, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert wird. Ein Schwerpunkt befasst sich mit der „Energetischen Verbesserung der Bausubstanz (EnSan)“.
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Adressen
Monitoring
b+tga, Uni Wuppertal
Begleitforschung
Fraunhofer IBP
Architektur
Architektur Contor Müller Schlüter GbR

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