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Qualitativer Vergleich des Kohlendioxidgehalts der Raumluft bei Fensterlüftung in den Pausen sowie bei zusätzlicher Be- und Entlüftung mit 16-17 m3/h pro Person.

Die Lüftungsampel.
© Stadt Aachen. Hr. Lambertz

Entwicklung des Heizenergiebedarfs im Zuge der Sanierung.

Entwicklung des Stromverbrauchs: Die stetige Steigerung bis 2001 wurde durch die Sanierungsmaßnahmen abgefangen. Einsparungen erfolgten durch Austausch der Beleuchtung sowie Reduktion der Hilfsenergien für die Heizung bei gleichzeitig kürzeren Laufzeiten.

Lüftung

Die richtige Lüftungsstrategie für Schulen wird unter Fachleuten – auch international – kontrovers diskutiert (vgl.: IEA ECBCS Annex 36 – Energetische Sanierung von Bildungsgebäuden, www.annex36.de). Bei der Käthe-Kollwitz-Schule wurden im Zuge der Sanierung verschiedene Lüftungssysteme mit und ohne Wärmerückgewinnung in den Klassenräumen installiert. Ursprünglich waren lediglich die Küchen mit einer Lüftungsanlage ausgestattet. Nachdem während der Ausführung des zweiten Bauabschnitts das Planungsteam wechselte, wurde das Lüftungskonzept hinterfragt.

Im 3. Bauabschnitt wurde an Stelle einer raumweisen Zuordnung eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung für ein Gebäudeteil eingebaut. Auch die Reglung wurde verändert: sie erfolgt nur in Abhängigkeit von der Anwesenheit nicht von der Luftqualität wie in den vorherigen Bauabschnitten. Für den Einsatz von Lüftungsgeräten in Klassenräumen nennt die DIN 1946-2 als Grenzwert der Kohlendioxidkonzentration 1.500 ppm und fordert einen Volumenstrom von 30 m²/h pro Person. In mehreren Klassenräumen durchgeführte Kurzzeitmessungen ergaben bei reiner Fensterlüftung CO2- Konzentrationen von bis zu 5.000 ppm. Bei mechanischer Be- und Entlüftung mit 16-17 m²/h pro Person – in Verbindung mit Stoßlüftung über alle Fenster in den Pausen – wurde ein CO2-Gehalt von 1.500 ppm nie überschritten.

Eine allgemeine Empfehlung zur richtigen Lüftungsstrategie für Bildungsgebäude kann erst nach der Querauswertung der EnSan- Vorhaben erfolgen (www. EnSan.de). Als ein Knackpunkt bei der Lüftungsplanung haben sich die verschärften Anforderungen des Brand- und Rauchschutzes erwiesen. In einigen Bereichen der ersten Bauabschnitte mussten Rauchmelder nachgerüstet werden. Um Prüf- und Wartungskosten zu minimieren, sollten Lüftungsanlagen so konzipiert werden, dass durch geschickte Anordnung und bauliche Integration der Lüftungskomponenten die Anzahl wartungspflichtiger technischer Komponenten minimiert wird.

Die Lüftungsampel

Der Einsatz einer Lüftungsampel ist für Räume sinnvoll, die nur über die Fenster belüftet werden. Sie hilft ohne weitere technische Maßnahmen, die Raumluftqualität zu kontrollieren. Da Menschen sich an Gerüche gewöhnen, signalisiert sie die Raumluftqualität über 7 Leuchtdioden. Sobald sich die Raumluftqualität so verschlechtert, dass eine voreingestellte Schaltgrenze überschritten ist, leuchtet die nächste Diode. Leuchtet die mittlere Diode auf, sollte gelüftet werden. Die Lüftungsampel wurde im Rahmen eines anderen Forschungsvorhabens entwickelt (Förderkennzeichen 0329795 A-E, Firma ETR, vgl. BINE-Projekt-Info 1/01) und in der Käthe-Kollwitz- Schule getestet. Im Zuge des Projektes wurden geeignete Schaltgrenzen für Klassenräume ermittelt. Die Stadt Aachen setzt seitdem 40 dieser Lüftungsampeln in anderen Schulen ein.

 

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Projektpräsentation der
Forschungsinitiative EnOB

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