Gebäudehülle
Bei der Sanierung wurde die Kombination aus zwei verschiedenen Fassadenstrukturen beibehalten und modern interpretiert. Nun wechseln sich Bereiche mit Wärmedämmverbundsystem und Fassaden aus vorgehängten Ziegelelementen ab. Sie sind mit jeweils 12 cm gedämmt. Eine Wärmeschutzverglasung in Holz-Aluminium-Rahmen ersetzt die ursprünglichen, einfach verglasten Holzfenster. Weder das Dach noch die oberste Geschossdecke waren wärmegedämmt. Hier kam bei der Sanierung eine 20 cm starke Zelluloseschüttung zum Einsatz. Wärmebrücken im Bereich des Sparrenauflagers wurden saniert.
Im ersten Bauabschnitt wurde im bisher ebenfalls ungedämmten Kellergeschoss die Kellerdecke gedämmt, in Bereichen mit Innenraumtemperaturen von 20°C erfolgte zum Teil eine Innendämmung der Kellerwände. Im zweiten und dritten Bauabschnitt wurde hier auf Dämmmaßnahmen verzichtet. Teils aus baulich-konstruktiven Gründen, teils aus Kosten-Nutzen-Erwägungen wurden auch einige Wärmebrücken bewusst in Kauf genommen: so blieb beispielsweise der Sockelbereich ungedämmt und an der 4 bis 5 cm starken Wärmedämmung der nicht unterkellerten Bereichen wurde nichts geändert. Blower-door-Tests nach der Sanierung ergaben Werte zwischen 0,84 /h und 2,4 /h. Ursache hierfür sind kleinere Leckagen in den Fenstern sowie interne Leckageströme, z.B. über Technik-Kriechkanäle.


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