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Erfahrungen

Die Untersuchung verschiedener Lüftungsstrategien mit mechanischen Lüftungsanlagen hat ergeben, dass der nach DIN geforderte Außenluftvolumenstrom von 30 m³/h pro Person für die Belüftung von Klassenräumen eher hoch angesetzt ist. Schon mit einer Luftmenge von 17 m³/h pro Schüler in Verbindung mit Pausenlüftung ließ sich eine gute Raumluftqualität in Klassenräumen erreichen. Folgt man diesen Erfahrungswerten, sinkt der Stromverbrauch, auch könnte die Lüftungsanlage von vornherein kleiner dimensioniert werden. Der Bauherr muss allerdings mit einer von den Vorgaben der DIN abweichenden Ausführung einverstanden sein.

Der Einsatz von LON-Komponenten in Verbindung mit einer Standard-Gebäudetechnik erwies sich als kostenintensiv und sehr anfällig für Fehler. Vergleichsweise einfache regelungstechnische Aufgaben, wie sie in Schulen auftreten, sollten mit entsprechend einfacher Technik gelöst werden. Wichtig ist in jedem Fall eine Betriebskontrolle. Diese sollte anfangs ausführlich und später stichprobenartig stattfinden. Insgesamt hat die Sanierung den Endenergiebedarf für Raumwärme, Warmwasserbereitung und Lüftung um 65% gesenkt. Dem stetigen Anstieg des Stromverbrauchs durch eine bessere Auslastung der Schule sowie die Ausstattung mit Computern konnte mit stromsparenden Maßnahmen entgegengewirkt werden (Senkung um 10%). Gleichzeitig hat die Sanierung das Gesamtbild der Schule erheblich verbessert. Die Kosten beliefen sich auf ca. 2,8 Mio. EUR. Die Durchführung in mehreren Bauabschnitten mit jeweils einem Jahr Abstand bot die Möglichkeit, aus den Erfahrungen zu lernen. Beispielsweise konnte mit Hilfe von Thermografieaufnahmen der Fenster des 1. Bauabschnitts eine bessere Ausführung in der Folge bewirkt werden. Der enge Zeitrahmen für die Baumaßnahmen (Sommerferien) hatte den Nachteil, dass die Einregelung im laufenden Betrieb stattfinden musste, was auf Unmut bei den Nutzern stieß.

Problematisch war weiterhin, dass das Planungsteam während der Umsetzung des zweiten Bauabschnitts wechselte. Eine Integration der Schüler und Lehrer in die Maßnahme „Energieeinsparung“ konnte nicht wie gewünscht erfolgen. Ursache ist im Wesentlichen die besondere Konstellation dieses Berufskollegs: die Schüler sind nur jeweils eineinhalb Tage pro Woche anwesend, dementsprechend identifizieren sie sich weniger mit der Schule. Außerdem sieht der Lehrplan nur wenig naturwissenschaftlichen Unterricht vor, der sich für eine Einbeziehung der Energiethematik besonders anböte.

 

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Forschungsinitiative EnOB

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