.
 
Heizenergiebedarf um 65% reduziert
Projektinfo 03/2005
 

Vor und nach der Sanierung: Die Käthe-Kollwitz-Schule in Aachen, genutzt als Berufskolleg.
© Büro CASA, INCO Ingenieurbüro

Gebäude sanieren - Schule aus den fünfziger Jahren

Typische Situation im Klassenzimmer: Während die einen über Zugluft-Erscheinungen klagen, fordern andere Frischluft. Die Verschattung, die im Sommer vor Blendung und eindringender Wärme schützen soll, macht den Raum so dunkel, dass das Licht eingeschaltet werden muss. Diese Bedingungen wirken nicht nur störend, ein Raumklima außerhalb des Komfortbereichs mindert erwiesenermaßen die Leistungsfähigkeit von Lehrern und Schülern.

Der Versuch, angenehme Raumtemperaturen und gute Luftqualität in Klassenräumen zu erzielen, lässt vor allem im Winter den Energieverbrauch in die Höhe schnellen. Eine umfassende Gebäudesanierung kann die Unterrichtsbedingungen entscheidend verbessern. Gleichzeitig senkt sie den Energieverbrauch, verhindert Bauschäden und entlastet damit langfristig den Haushalt des Schulträgers. Da der Sanierungsbedarf bei Schulbauten in den nächsten Jahren enorm hoch ist – heute werden in Deutschland mehr Schulen saniert als neu gebaut – sind Vorbilder wichtig. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) unterstützte deshalb die beispielhafte Sanierung einer Schule aus den fünfziger Jahren innerhalb des Förderkonzepts zur energetischen Verbesserung der Bausubstanz (EnSan).

Bild 1 - 0305 1: Vor und nach der Sanierung: Die Käthe-Kollwitz-Schule in Aachen, genutzt als Berufskolleg.
Copyright: Büro CASA, INCO Ingenieurbüro
Bild 2 - 0305 2: Grundriss mit Darstellung der Bauabschnitte.
Copyright:
Bild 3 - 0305 3: Ausgangszustand und Sanierungsziele.
Copyright:
Bild 4 - 0305 4: Qualitativer Vergleich des Kohlendioxidgehalts der Raumluft bei Fensterlüftung in den Pausen sowie bei zusätzlicher Be- und Entlüftung mit 16-17 m3/h pro Person.
Copyright:
Bild 5 - 0305 4a: Die Lüftungsampel.
Copyright: Stadt Aachen. Hr. Lambertz
Bild 6 - 0305 5: Entwicklung des Heizenergiebedarfs im Zuge der Sanierung.
Copyright:
Bild 7 - 0305 6: Entwicklung des Stromverbrauchs: Die stetige Steigerung bis 2001 wurde durch die Sanierungsmaßnahmen abgefangen. Einsparungen erfolgten durch Austausch der Beleuchtung sowie Reduktion der Hilfsenergien für die Heizung bei gleichzeitig kürzeren Laufzeiten.
Copyright:
 :
Copyright:
arrow
arrow

Ziel der Sanierungen im Rahmen von EnSan ist es, den Endenergieverbrauch für Heizung, Lüftung, Trinkwassererwärmung und Beleuchtung mindestens zu halbieren. Dabei ist der Stromverbrauch primärenergetisch zu bewerten. Für das Schulgebäude des Aachener Berufskollegs wurden vor der Sanierung jährlich 187 kWh/m² für Heizung und Warmwasser verbraucht. Insgesamt ließen der bauliche Zustand und das Raumklima in den Klassenzimmern zu wünschen übrig. Besonders die Fenster waren erneuerungsbedürftig. Die Sanierung erfolgte in drei Bauabschnitten jeweils vornehmlich in den Sommerferien, um den Schulbetrieb so wenig wie möglich zu stören. Ein umfangreiches Messprogramm begleitete die Maßnahmen. Der Vergleich verschiedener Lüftungsstrategien für Klassenräume war dabei ein Schwerpunkt der Betrachtung. Außerdem sollten Erfahrungen mit Gebäudeleittechnik für den Einsatz in Schulgebäuden ausgewertet werden.

Inhaltsübersicht Projektinfo 03/2005:
Seite 1 von 8

Links

 

Projektpräsentation der
Forschungsinitiative EnOB

Downloads

Adressen
(1 Seite, 49 kB)

Links
(1 Seite, 55 kB)

Projektflyer
(1 Seite, 175 kB)