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Sanierungskonzept Heizung und Lüftung Goerdelerstr.12-18

Durch die Sanierung der Gebäudehülle und der Heizungs- und Lüftungstechnik sollte der Heizwärmebedarf in der gesamten Wohnanlage von 120 auf 56 kWh/m²a reduziert werden. Die Wärmeerzeugung erfolgt in der Heizzentrale mit einem Erdgas-NT-Kessel sowie zwei BHKW- Modulen für die Grundlast. Das BHKW deckt hierbei 80% des gesamten Wärmebedarfs. Im Rahmen des Gesamtkonzeptes wurde auch der Einfluss des Nutzerverhaltens sowie von zwei verschiedenen Systemen zur Einzelraumregelung untersucht.

Lüftung

Die vorhandene Lüftung wurde saniert, um energieeffizient den erforderlichen Luftwechsel zu realisieren. Die veralteten Dachventilatoren wurden gegen permanent betriebene Geräte mit Konstantdrucksteuerung und Sockelschalldämpfern getauscht. Die Wohnungen erhielten Abluftventile mit veränderbaren Luftmengen (Grund-, Bedarfslüftung) in Küche, Bad und WC. Die Frischluft strömt über regelbare Außenluftdurchlässe mit Sturmsicherung in den Fenstern in die Räume.

Regelung

Im gesamten Gebäudekomplex wurden neue Thermostatventile installiert. Die Wohnungen in der Goerdelerstr. 14 -16 erhielten zwei verschiedene Systeme zur Einzelraumregelung. Im Flur befindet sich ein wandmontiertes Zentralgerät mit dem alle weiteren Komponenten kommunizieren. Hier kann der Nutzer für jeden Raum und jedes beliebige Zeitfenster Raumsolltemperaturen eingeben.

Messprogramm

Um die energetische Wirkung einzelner Maßnahmen feststellen zu können, wurden in einigen Wohnungen Sensoren in allen Räumen installiert. Diese erfassen die raumklimatischen Verhältnisse, die Wärmeabgabe aller Heizkörper und die Stellung der Fenster, der Abluftventile und der Zuluftklappen. In den Wohnungen mit dem „System 2“ wurden wesentliche Daten direkt erfasst. Für die Erfassung der Daten in den anderen Wohnungen wurde ein funkbasiertes Messsystem entwickelt, das aus Kostengründen nur in 24 Wohnungen installiert wurde. Die Auswahl der Wohnungen erfolgte entsprechend der vertikalen Wärmeverteilung des Heizsystems so, dass die Wärmeabgabe aller an einem Vertikalstrang angeschlossenen Heizkörper bilanziert werden konnte.

Sanierungsmaßnahmen gesamte Wohnanlage

  • Wärmeschutz Gebäudehülle
  • Reinigung, Erneuerung der Wohnungslüftung
  • Heizungsanlage (2 BHKW-Module je 120 kWel mit Erdgas NT-Kessel 1,2 MWth)

 

zusätzlich im Forschungsgebäude Goerdelerstr. 14 -16

  • Einbau von zwei verschiedenen Einzelraumregelungssystemen und
    Praxisvergleich der Systeme
  • Messtechnische Erfassung und Auswertung aller Energiebilanzen
  • Sozialwissenschaftliche Begleitung

 

Sozialwissenschaftliche Begleitung

  • Information der Mieter vor, während und nach der Sanierung, um Verständnis und Motivation zu gewinnen und damit die Energiesparziele erreichen zu können
  • Untersuchung der Auswirkungen innovativer technischer Maßnahmen
    für die Bewohner sowie ihre Akzeptanz
  • Ergebnisse für künftige Sanierungsprojekte, um eine optimale Ausschöpfung der Einsparpotenziale und eine größtmögliche Wohnzufriedenheit zu erreichen
 
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Projektpräsentation der
Forschungsinitiative EnOB

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