35 Jahre Chemielabor
Im dreigeschossigen Forschungsgebäude sind die Räume auf den Etagen dreibündig angeordnet, d.h. es gibt in der Mitte eine Reihe von Räumen, die nur mit Kunstlicht genutzt werden können. Der Bau ist nicht unterkellert und war 1964 als flexibles Institutsgebäude konzipiert worden, in welchem jeder Raum als Chemielabor oder Büro zu nutzen ist. Abb 2 gibt eine Übersicht über zentrale Gebäudedaten.
In einem Chemielabor sind Sicherheits- und Gesundheitsaspekte besonders wichtig und die in DIN 1946-7 geforderten Mindestluftwechselraten einzuhalten. Die Installationswege im Jülicher Laborgebäude waren so ausgelegt, dass jeder verfügbare Raum als Labor hätte genutzt werden können, obwohl dies tatsächlich nur für 40% der Hauptnutzfläche zutraf und der Rest als Büro, Seminar- oder Lagerräume diente. Die Entlüftung erfolgte über 55 dezentrale Einzelaggregate, die ohne Wärmerückgewinnung einzeln auf dem Institutsdach mündeten. Eine bedarfsgerechte Regelung der Zuluft einzelner Räume war nicht vorgesehen, sondern die Anlagen lieferten rund um die Uhr vollklimatisierte Frischluft. Nur in den Büroräumen wurde – soweit möglich – allein die Fensterlüftung genutzt. Die alte Lüftungsanlage wies in Teilen Funktionsdefizite auf, so dass für die Bewertung der möglichen Einspareffekte ein Szenario II mit Werten für einen voll funktionsfähigen Zustand der Lüftung (d.h. Mindestluftwechsel, Luftbefeuchtung) entwickelt werden musste.
Aus der Gebäudefassade auskragende Balkone (Fluchtwege) bildeten Wärmebrücken und verschlechterten die Energiebilanz des Gebäudes (Abb 3). Frühere Sanierungsmaßnahmen, wie z.B. eine Außenwanddämmung und eine Teilsanierung der Beleuchtung, führten nicht zur nachhaltigen Energieeinsparung und mussten im Rahmen der Komplettsanierung erneut bearbeitet werden. Abb 4 zeigt wesentliche Baumängel des alten Gebäudes.
Adressen
Projektleitung
Forschungszentrum Jülich GmbH
Energiekonzept
schiller engineering
Messtechnische Begleitung
Solar-Institut Jülich
Downloads
Links
(1 Seite, 91 KB)
Projektbericht
(25 Seiten, 1,7 MB)
Zusatzinfos Solarinstitut Jülich
(8 Seiten, 197 kB)





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