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Beitrag der verschiedenen Wärmeerzeuger im Jahr 2005
© Fraunhofer IBP

Vom BHKW erzeugter und vom EVU gelieferter Strom 2005.
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Messergebnisse und Fazit

Der Heizwärmeverbrauch des sanierten Gebäudes lag 2005 bei 52 kWh/m²a (bez. Auf AN) und somit geringfügig über dem Zielwert. Davon lieferte das BHKW mit 61% den überwiegenden Teil der benötigten Wärme, gefolgt vom NT-Kessel, der zusammen mit dem nachgeschalteten Abgaswärmetauscher 39% der Wärme bereitstellte. Der zweite NT-Kessel kam kaum zum Einsatz. Während des Jahres 2005 lieferte das BHKW 58% des Stromverbrauchs des Gesamtkomplexes. Es erfolgte keine Netzeinspeisung. Die Raumlufttemperaturen liegen in nahezu allen Zimmern deutlich über den angestrebten 20°C, da die Heimbewohner höhere Raumlufttemperaturen wünschen. Die Fensteröffnungszeiten waren während der bisherigen Messperiode ebenfalls höher als erwartet.

Nach Fertigstellung der Sanierung und Inbetriebnahme des Hauses konnten durch die Messung einige Funktionsmängel der Anlagentechnik festgestellt und danach behoben werden. Die energetische Auswirkung kann mit Hilfe der Messungen, die noch bis Ende 2006 laufen, beobachtet und bewertet werden. Durch den Einbau von Badezimmern, die natürlich belichteten Aufenthaltsbereiche und die grundlegende Erneuerung der Gebäudehülle erhält das Hochhaus fast Neubaustandard. Der integrale Planungsansatz ermöglichte eine gleichzeitige Wertverbesserung der Bewohnerzimmer zusammen mit der energetischen Sanierung. Die Umsetzung des energetischen Gesamtkonzepts, das wesentlich weiter geht als die gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen, hat den Primärenergiebedarf des Altenpflegeheims wie geplant um über 50% reduziert. Dabei ergab eine Analyse in der Planungsphase, dass mit ca. einem Drittel der Kosten für diese zusätzlichen Maßnahmen (< 45 €/m²) bereits über zwei Drittel der Einsparungen (> 50 kWh/m²a) erreichbar sind.

Als besonders wirtschaftlich zeigten sich die Dämmmaßnahmen an der opaken Gebäudehülle. Die Luftkollektoren zur Vorwärmung der Zuluft verursachten dagegen hohe Investitionskosten. Die Wirtschaftlichkeit dieser Zusatzmaßnahme ist noch zu bewerten. Für vergleichbare Objekte ist es bei knappem Budget besonders wichtig, Investitionen auf Maßnahmen zu konzentrieren, die ein gutes Verhältnis von Investition und Energieeinsparung aufweisen. Alle Erfahrungen aus dem Vorhaben sollen zum Abschluss in einem Leitfaden für vergleichbare Sanierungsvorhaben zusammengefasst werden.

 
Inhaltsübersicht Projektinfo 01/2006:
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"Stromversorgung 2005"
(.xls, 35 kB)

"Wärmeversorgung 2005"
(.xls, 29 kB)