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Altenpflegeheime bieten enormes Einsparungspotenzial
Projektinfo 01/2006
 

Die neue Fassade des Altenpflegeheims ins Stuttgart-Sonnenberg.
© Fraunhofer IBP

Gebäude sanieren - Altenpflegeheim

Alten- und Pflegeheime zählen neben Hallenbädern und Krankenhäusern zu den kommunalen Liegenschaften mit dem höchsten Energieverbrauch. Kennzeichnend für die Gebäudenutzung sind unter anderem die ganzjährig konstante Belegung, deutlich höhere Innenraumtemperaturen als in üblichen Wohnungen sowie hohe hygienische Anforderungen.

Fenster und Heizkörper werden vom Pflegepersonal bedient, wenn die Bewohner bettlägerig sind. Viele ursprünglich als Altenwohnheim konzipierte Häuser werden inzwischen vorwiegend als Pflegeheim genutzt, dadurch haben sich auch die Anforderungen an die Ausstattung verändert. Entsprechend notwendige Modernisierungsarbeiten (z. B. Einbau von Bädern in den Bewohnerzimmern) erfordern teilweise Eingriffe in die Gebäudestruktur. Werden daran energetische Sanierungsmaßnahmen gekoppelt, kann gleichzeitig mit der Steigerung von Wohnkomfort und Attraktivität meist ein erhebliches Energieeinsparpotenzial erschlossen werden. Das 1965 errichtete Altenheim in Stuttgart-Sonnenberg ist typisch für Nutzung und Baujahr. Es liefert ein gutes Beispiel dafür, welche Möglichkeiten eine gleichzeitige Sanierung von Gebäude und Anlagentechnik bietet. Nicht einbezogen in die Sanierung wurde eine später errichtete Pflegestation. Das Hochhaus, eigentlich als Altenwohnheim geplant, entsprach weder energetisch noch räumlich den Anforderungen an ein modernes Pflegeheim. Den Gasverbrauch  des gesamten Gebäudekomplexes für Beheizung, Warmwasserbereitung und zum Kochen konnten betriebliche Maßnahmen bereits von über 400kWh/m²a auf ca. 300 kWh/m²a im Jahr 2000 senken.

Bild 1 - 0106 Abb.1: Die neue Fassade des Altenpflegeheims ins Stuttgart-Sonnenberg.
Copyright: Fraunhofer IBP
Bild 2 - 0106 Abb.1a: Bei der energetischen und baulichen Sanierung des Altenpflegeheims wurden die Bewohnerzimmer um die Balkonfläche erweitert, um Wärmebrücken zu minimieren und Raum zu gewinnen.
Copyright: Landeshauptstadt Stuttgart
Bild 3 - 0106 Abb.1b: Bei der energetischen und baulichen Sanierung des Altenpflegeheims wurden die Bewohnerzimmer um die Balkonfläche erweitert, um Wärmebrücken zuminimieren und Raum zu gewinnen.
Copyright: Landeshauptstadt Stuttgart
Bild 4 - 0106 Abb.2: Ausgewählte Gebäudedaten (Hochhaus)
Copyright: BINE-Informationsdienst
Bild 5 - 0106 Abb.3: Die Grundrisse zweier Bewohnerzimmer vor und nach der Sanierung
Copyright: Landeshauptstadt Stuttgart
Bild 6 - 0106 Abb.3b: Die Grundrisse zweier Bewohnerzimmer vor und nach der Sanierung
Copyright: Landeshauptstadt Stuttgart
Bild 7 - 0106 Abb.4: Ausgangszustand und realisierte Sanierung
Copyright: BINE-Informationsdienst
Bild 8 - 0106 Abb.5: Die verbesserte Tageslichtsituation sowie neue Leuchten und Regelung sparen Strom.
Copyright: Landeshauptstadt Stuttgart
Bild 9 - 0106 Abb.5b: Die verbesserte Tageslichtsituation sowie neue Leuchten und Regelung sparen Strom.
Copyright: Landeshauptstadt Stuttgart
Bild 10 - 0106 Abb.6: Kostenpotenzialkurve
Copyright: Fraunhofer IBP
Bild 11 - 0106 Abb.7: Beitrag der verschiedenen Wärmeerzeuger im Jahr 2005
Copyright: Fraunhofer IBP
Bild 12 - 0106 Abb.8: Vom BHKW erzeugter und vom EVU gelieferter Strom 2005.
Copyright: Fraunhofer IBP
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Ein Sanierungsziel war es, den Primärenergiebedarf darüber hinaus um über 50% zu reduzieren. Die integrale Planung und Durchführung der Maßnahmen ermöglichte es, Synergien zwischen baulichen und energetischen Maßnahmen zu nutzen. Die Baumaßnahmen dauerten von Dezember 2001 bis zum Herbst 2003. Um den Energieverbrauch nach der Sanierung zu kontrollieren und den Anlagenbetrieb unter Berücksichtigung des Nutzerverhaltens zu optimieren, läuft seitdem ein detailliertes Messprogramm. Den konventionellen Teil der energetischen Sanierung und des Umbaus der Bewohnerzimmer finanzierten die Stadt und das Land im Rahmen der gesetzlichen Förderung nach dem Landespflegegesetz. Die Finanzierung des Demonstrationsvorhabens (integrale Planung, noch nicht wirtschaftliche Komponenten der energetischen Sanierung, Monitoring) übernahm die Stadt Stuttgart zusammen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi).

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"Stromversorgung 2005"
(.xls, 35 kB)

"Wärmeversorgung 2005"
(.xls, 29 kB)