Einbausituation im Neubau
Die optimale Einbauposition liegt im Neubau unabhängig von der Dämmstärke des Wärmedämm- Verbundsystems (WDVS) etwa im raumseitigen ersten Drittel der Dämmung. Der Grund, warum das Optimum nicht exakt in der Mitte des Dämmstoffs liegt, besteht darin, dass ein Großteil der Isothermen durch die Überdämmung verläuft und erst dann in die Blendrahmendämmung einschwenkt (siehe Abb 3).
Für den Einbau in der Praxis bedeutet dies: Es ist sehr wohl von Bedeutung, den Rahmen in die Dämmebene zu positionieren. Es genügt aber, die Rückseite des Blendrahmens mit der Außenkante des Mauerwerks bündig zu setzen. Das Fenster noch weiter in die Dämmebene zu verschieben, führt zwar zu weiteren geringfügigen Verbesserungen. Der Unterschied rechtfertigt jedoch den erhöhten Aufwand nicht. Bei monolithischen Wandaufbauten sollte die Einbauposition im mittleren Drittel der Wand liegen.
Befestigung des Blendrahmens in der Dämmung
Die Befestigung des Blendrahmens in der Dämmebene erfordert gegenüber der einfachen Befestigung durch direktes Verdübeln im Mauerwerk zusätzliche Befestigungselemente und Arbeitsgänge. Weist das Mauerwerk bereits eine geringe Wärmeleitfähigkeit auf, so sind die Wärmebrückenverluste auch dann akzeptabel, wenn der Blendrahmen in der Mauerwerksebene positioniert wird. Der Blendrahmen kann in diesem Fall außenbündig mit dem Mauerwerk eingesetzt werden. Diese Einbaulage vereinfacht die Überdämmung des Blendrahmens, weil der Dämmstoff nicht ausgeschnitten werden muss, um den Rahmen einzupassen.
Der richtige Einbau
Wichtig für den gesamten Wärmeverlust der Außenhülle ist der richtige Einbau des Fensters. Hier zeigt die übliche Baupraxis, dass Fenster häufig immer noch außenbündig oder noch weiter innen in der gemauerten Wand montiert werden. Der Rahmen sollte jedoch unter wärmetechnischen Gesichtspunkten möglichst vollständig in der Dämmebene der Wandkonstruktion positioniert und der Blendrahmen möglichst weit überdämmt werden.
Die generellen Anforderungen an die Baukörperanschlüsse sollten berücksichtigt und Wärmebrücken vermieden werden. Die Tauwasserfreiheit bzw. die inneren Oberflächentemperaturen im Bereich des Anschlusses sind gemäß DIN 4108-2 nachzuweisen. Durch einen geplanten und optimierten Einbau können in der Altbaumodernisierung ausreichend hohe Innenoberflächentemperaturen erreicht werden. Dies vermeidet die Schimmelbildung.
Downloads
Artikel "Fenster und Fenstereinbau"
(7 Seiten, 793 kB)
Projektbericht einer Qualitätssicherung
(32 Seiten, 1,0 MB)
Vergleich zweier operativer Temperaturfelder
(2 Seiten, 234 kB)




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