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Stromverbrauch pro Person und Jahr für unterschiedliche Haushaltsgrößen nach VDEW- Datenkatalog 1998.
© VDEW- Datenkatalog

Verteilung des Endenergieverbrauchs in Deutschland.
© MSE

Wie viel Energie verbrauchen wir?

Der Energieverbrauch privater Haushalte wird von technischen und sozialen Wandlungsprozessen beeinflusst. Die durchschnittliche Anzahl der Personen pro Haushalt nimmt seit Jahren kontinuierlich ab; die Zahl der Einpersonen-Haushalte stieg von 7% im Jahr 1900 auf 35% in 1999 an. Auch die durchschnittliche Wohnfläche pro Einwohner nahm von 1970 bis 1999 von 24 m² auf 39 m² zu. Der Energieverbrauch pro Person ist in Einpersonen- Haushalten höher als in Mehrpersonen- Haushalten. Kühlschrank, Heizung, Beleuchtung u. ä. sind genauso vorhanden wie in größeren Haushalten, ihr Verbrauch kann aber nur einem Nutzer zugerechnet werden. Abb. 2 zeigt, dass der spezifische Stromverbrauch je Einwohner beim Einpersonen- Haushalt um 50% höher ist als im Vierpersonen- Haushalt. Bei den Privathaushalten wurde 1997 ca. 78% (1999: 76%) der verbrauchten Endenergie für Raumwärme verwendet (Abb. 3).

Infolge der besseren Wärmedämmung sanierter und neuer Gebäude sowie durch modernisierte Heizanlagen sinkt dieser Wert langsam. In Neubauten wird durch den niedrigeren Heizwärmebedarf der Faktor „warmes Wasser“ zukünftig wichtiger. In Niedrigenergiehäusern z. B. kann dessen Anteil 40 - 60% des Gesamtwärmebedarfs betragen. Beim Stromverbrauch lagen die Privathaushalte 1998 mit einem Anteil von 23,6% hinter der Industrie (41,5%) auf Rang 2. Im Zeitraum 1990 – 1998 nahm der Stromverbrauch der Privathaushalte um 6,7% zu, während der Anstieg insgesamt etwa 3% betrug. Da Strom ökonomisch, ökologisch und technisch ein besonders wertvoller Energieträger ist, lohnt sich hier Energiesparen besonders.

 
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