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Energiesparen als Energiequelle
basisEnergie Nr. 09
 

So teilte sich 1998 der Stromverbrauch der Haushalte in Deutschland auf einzelne Dienstleistungen auf. Der Verbrauch von Stromheizungen und Elektrowärmepumpen ist nicht berücksichtigt.
© Idee MSE und Daten VDEW 1998

Energiesparen zu Hause

Energiesparen ist unsere beste Energiequelle. Verbraucher haben viele Möglichkeiten, Geldbörse und die Umwelt zu entlasten. Vor allem der Energieverbrauch durch Heizen und Strom lässt sich bei gleichem Komfort senken.

Wer Energie sparen will, kann dafür ganz unterschiedliche Motivationen haben: Zu einer Entlastung der Umwelt beitragen, dabei noch Geld sparen, das Prinzip „Nachhaltigkeit“ auch auf den eigenen Konsum anwenden oder auch praktische Fragen im naturwissenschaftlich-technischen Unterricht zu behandeln. Hier geht es um Fragen wie: „Wie viel Energie verbrauche ich im Alltag und wofür? Was ist vermeidbar? Wie viel lässt sich einsparen? Wo fange ich am besten an? Wo und wie messe ich? Was kann ich berechnen? Was ist eine Energiedienstleistung?“

Es bieten sich viele Möglichkeiten, theoretisches Wissen im eigenen Alltag praktisch anzuwenden und Erfahrungen zu sammeln. Im Jahr 1999 entfielen 28,5% des deutschen Endenergieverbrauch auf die privaten Haushalte. Zwischen 1990 bis 1999 ist der Endenergieverbrauch bei den Haushalten und beim Verkehr angestiegen, während der Verbrauch sowohl bei Industrie als auch Handel und Gewerbe rückläufig war. Ohne energiesparende Haushalte wird sich das Erdklima nicht wirksam schützen lassen. Umwandlungsverluste auf dem Weg von der Primärenergie zur gewünschten Dienstleistung sind zu berücksichtigen. Nur durchschnittlich ca. 2/3 der ursprünglich eingesetzten Primärenergie wird zu Endenergie; bei Strom sind es im Schnitt nur ca. 36%. Jede von Endverbrauchern eingesparte Kilowattstunde Strom oder Wärme spart „Huckepack“ erheblich mehr an Primärenergie ein (zu diesem Thema: basis- Energie 7 „Energie im Wandel“).

Bild 1 - BasisEnergie09 2001 01: So teilte sich 1998 der Stromverbrauch der Haushalte in Deutschland auf einzelne Dienstleistungen auf. Der Verbrauch von Stromheizungen und Elektrowärmepumpen ist nicht berücksichtigt.
Copyright: Idee MSE und Daten VDEW 1998
Bild 2 - BasisEnergie09 2001 02: Stromverbrauch pro Person und Jahr für unterschiedliche Haushaltsgrößen nach VDEW- Datenkatalog 1998.
Copyright: VDEW- Datenkatalog
Bild 3 - BasisEnergie09 2001 03: Verteilung des Endenergieverbrauchs in Deutschland.
Copyright: MSE
Bild 4 - BasisEnergie09 2001 04: Stromverbrauch eines Fernsehgerätes während Stand- by- Betrieb und Nutzung.
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Bild 5 - BasisEnergie09 2001 05: Jährlicher Stromverbrauch in einem Dreipersonen-Haushalt mit den Einsparmöglichkeiten durch energiesparende Geräte.
Copyright: MSE, VDEW 1997, Stadtwerke Bremen
Bild 6 - BasisEnergie09 2001 06: Heizölverbrauch in zentralbeheizten Mietwohnungen 1970 – heute. Die Rechtecke geben den gesetzlichen Standard für Neubauten wieder (Wärmeschutzverordnungen).
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Bild 7 - BasisEnergie09 2001 07: Spareffekte verschiedener baulicher Sanierungsmaßnahmen in Altbauten. Die Werte sind als Richtwerte zu verstehen.
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Bild 8 - BasisEnergie09 2001 08: Bewertung des Stromverbrauchs für Haushalte mit Elektroherd, elektrischer Warmwasserbereitung sowie einer Heizungsumwälzpumpe auf dem eigenen Zähler. Fehlen eine oder mehrere Komponenten, so sind die in der rechten Spalte genannten Abzüge zu subtrahieren.
Copyright: hessenEnergie
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Für Verbraucher ist die Energiedienstleistung das Wichtige, beispielsweise Helligkeit und Wärme in der Wohnung. Es geht darum, für diesen „Komfort“ weniger Energie einsetzen zu müssen. Überlegtes Energiesparen ist auch eine wichtige Voraussetzung für den sinnvollen Einsatz erneuerbarer Energietechniken. Sonnenkollektoren können beispielsweise in besonders wärmegedämmten und energiesparenden Häusern (Niedrigenergiehäuser, Passiv- Häuser) einen größeren Teil der Wärmeversorgung übernehmen als in einem durchschnittlichen Haus aus dem Gebäudebestand, das einen ca. 4–15fach höheren Wärmebedarf hat.

Wichtige Impulse zur Entwicklung und Markteinführung von Energiespartechniken liefern seit mehr als 25 Jahren auch vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderte Forschungsprojekte. Derzeit konzentrieren sich die geförderten Projekte des Bundes auf die weitere Senkung des Wärmebedarfs von Gebäuden (z. B. Fenster) und auf branchenübergreifende Themen (z. B. energiesparende Elektromotoren für Geräte). Die Entwicklung energieeffizienterer Konsumgüter (z. B. Kühlschränke, Waschmaschinen) wird seit Einführung des EU- Energielabels erfolgreich von der Industrie selbst wahrgenommen.

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