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Weniger Energie - mehr Komfort und Nutzungsqualität
Themeninfo II/2000
 

Bürogebäude der Fa. Lamparter. Es zeichnet sich aus durch erhöhten Wärmeschutz, intensive Tageslichtnutzung, passive Kühlung, Wärmerückgewinnung, Erdwärme-/Erdkältenutzung und aktive Solartechnik.

Energieeffiziente Bürogebäude

Mit heutigen Planungswerkzeugen, Baustoffen und fortschrittlicher Gebäudetechnik werden Gebäude realisierbar, in denen sich der gewünschte Raumkomfort weitgehend von selbst einstellt, die technischen Anlagen also nur noch phasenweise korrigierend eingreifen müssen. Hierfür existieren unterschiedliche Lösungsansätze, die kostengünstige Gebäude mit zugleich hoher Nutzungsqualität ermöglichen, d. h. geringen Energieverbrauch, „gutmütiges“ thermisches Verhalten und hohe thermische wie visuelle Behaglichkeit.

Die energetische Situation von Bürogebäuden ist gekennzeichnet von speziellen Anforderungen, die sie von Wohngebäuden unterscheiden. So sind Bürogebäude dichter mit Personen belegt und mit Wärme abgebenden Bürogeräten ausgestattet. Für die Büroarbeit werden zudem besondere Anforderungen an Beleuchtung, Raumtemperatur und Luftqualität gestellt. Diese speziellen Bedingungen müssen in der Planung berücksichtigt werden, damit Gebäude entstehen, die sowohl einen geringen Heizenergieals auch einen geringen Stromverbrauch aufweisen.

Der Energiebedarf in Bürogebäuden wird größtenteils durch zwei Faktoren bestimmt: Einerseits direkt durch den Stromverbrauch der verwendeten Arbeitshilfen, wie PCs oder Kopierer. Andererseits indirekt, jedoch sehr planungsrelevant, durch den gewünschten Raumkomfort, also Temperatur, Lichtverhältnisse oder Luftqualität. Voraussetzung für ein gutes Planungsergebnis ist, dass die gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen Baukörper, Heizung, Lüftung, Klimatisierung, Beleuchtung, usw. von Anfang an bedacht werden. Dafür ist es wichtig, dass die Fachplaner der einzelnen Gewerke bereits frühzeitig am Planungsprozess teilhaben und im Austausch stehen („Integrale Planung“). So kann das Gebäude bereits in der Planung als das funktionale Ganze behandelt werden, das es in der Realisierung werden soll. Bei der Planung müssen neben den energetischen andere, vielfältige Anforderungen berücksichtigt und teils gegeneinander abgewogen werden. Um die Komplexität zu reduzieren, soll in dieser Information der Schwerpunkt auf die energetische Optimierung gelegt werden.

Neben wichtigen Planungsaspekten wird in der Folge die Simulation als Hilfsmittel für die Planung erläutert. Ergänzt wird dies durch die Präsentation einiger Bürogebäude mit beispielhaftem Energiekonzept, die im Rahmen des Förderprogramms „SolarBau“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) kostenbewusst geplant, gebaut und jetzt im Betrieb wissenschaftlich ausgewertet werden.

Hinweis

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