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Energieflussbild Deutschland 1999.
© BMWi, VDEW, AG Energiebilanzen
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Energie

Energie gibt es in unterschiedlichen Formen: die mechanische Energie im fahrenden Auto oder im fließenden Wasser, die chemisch gebundene Energie in Brennstoffen oder Nahrungsmitteln, die Wärme, die beim Verbrennen oder bei Reibungsvorgängen entsteht, die elektrische Energie, die in Kraftwerken durch Energieumwandlung aus chemischer Energie erzeugt wird und die Kernenergie als Bindungsenergie der Kernbausteine. Jede Aktivität ist mit der Umwandlung einer Form von Energie in eine andere verbunden. Energie durchläuft auf dem Weg von der Förderung eines Energieträgers bis zur gewünschten Dienstleistung beim Verbraucher verschiedene Umwandlungsprozesse. Auf jeder Stufe geht ein Teil z. B. durch Abwärme, Transport und Verarbeitung verloren. In der Energiewandlungskette werden Primärenergie, Sekundär-, End- und Nutzenergie unterschieden. Primärenergie sind alle Energieträger – fossile, geologische und erneuerbare Energien -, die natürlich vorkommen und technisch noch nicht umgewandelt sind.

In Deutschland wird der Primärenergiebedarf derzeit zu etwa 97% von Erdöl, Kohle, Erdgas und Kernenergie gedeckt (Abb. 2). Ein Teil der Primärenergie wird direkt zum Endverbraucher weitergegeben z. B. Erdgas für Heizanlagen. Der Rest wird in sogenannte Sekundärenergie umgewandelt: Kohle zu Strom in Kraftwerken, Erdöl zu Benzin in Raffinerien etc. Nach Abzug der Umwandlungsverluste, dem nicht energetischen Verbrauch der Energieträger als Rohstoff, wie z.B. für Arzneimittel oder Kunststoffe, und unter Berücksichtigung des industriellen Energiebedarfs bei der Umwandlung beträgt die Endenergie nur noch 66% der Primärenergie (Abb. 2). Erst diese Endenergie wird beim Verbraucher unter weiteren Umwandlungsverlusten in Nutzenergie ( Wärme-, Bewegungs-, Lichtenergie usw. ) umgewandelt. Der wirtschaftliche und ökologische „Wert“ der Energie nimmt mit jeder Aufbereitungsstufe zu. Jede Energieeinsparung auf der Stufe „Nutzenergie“ führt, wenn man sämtlichen Aufwand zu ihrer Her- und Bereitstellung einberechnet, zu deutlich größeren Effekten bei der Primärenergie.

 

 

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