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Fazit, Ausblick

Insgesamt ist der Nachweis einer hohen Lebensdauer der Kunststoffmantelrohre in der Praxis noch nicht gelungen. Große Nennweiten ab DN 350 und Rohrproben mit einem „Normalter“ von mehr als 11 Jahren konnten nicht untersucht werden. Dies geschieht zur Zeit in einem Anschlussprojekt. Zwar deuten die bisherigen Ergebnisse darauf hin, dass hinsichtlich der Veränderung der Wärmeleitfähigkeit durch die Alterung der Schaumstoffdämmung kein Grund zur Besorgnis besteht. Doch der Nachweis der erwarteten Rest-Scherfestigkeit ist noch nicht erbracht. Die Zahl „junger“ Proben, die bereits unter dem Sollwert der europäischen Norm EN 253 nach 30 Norm-Jahren Dauernutzung liegen, ist bedenklich. Die bisherige Methode der EN 253 zur künstlichen Alterung von Schaumstoffproben bei Temperaturen von mehr als 180°C ist hinsichtlich der Prognose thermischer Belastbarkeit zu hinterfragen. Neben der thermischen Belastbarkeit könnten weitere Parameter – etwa die Materialdichte oder Alter und Nennweite der Rohre – bei der Bewertung der Scherfestigkeit berücksichtigt werden. Aktuelle Bestrebungen der Industrie, die Dichte des Schaumstoffmaterials weiter abzusenken, könnten sich deshalb als kontraproduktiv erweisen.

In liberalisierten Energiemärkten ist eine lange Nutzungsdauer der verlegten Fernwärmerohre Schlüsselfaktor der Kalkulation und damit der Wettbewerbsfähigkeit. Der überwiegende Teil des Investitionsvermögens eines Fernwärmeanbieters liegt schließlich in Form von Rohrleitungen unter der Erde. Die Fernwärmeversorger können und sollten sich auf niedrigere Vorlauftemperaturen einstellen, zumal dies für moderne Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen Effizienzvorteile bietet.

 

Adressen

Projektleitung, Koordinierung
GEF Chemnitz mbH

Forschung, Anwendung
IMA

Hinweis

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