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Untersuchte Vorlaufproben nach Alter sortiert (gelb) im Vergleich zur jeweils errechneten äquivalenten thermischen Dauertemperaturbelastung bei 120°C.

Alterung von Kunststoffmantelrohren in der Praxis

Um belastbare Daten über die Alterung von Kunststoffmantelrohren zu erhalten, haben die GEF Chemnitz, die IMA Dresden sowie die Stadtwerke Leipzig zusammen mit weiteren Partnern aus Fernwärmewirtschaft und Forschung in einem Verbundprojekt Proben von Kunststoffmantelrohren aus der betrieblichen Praxis untersucht. Gemessen wurden mechanisch-technologische Festigkeitskennwerte sowie die Wärmeleitfähigkeit im Hinblick auf Sollwerte und Voraussagen der einschlägigen europäischen Produktnorm EN 253. Besondere Aufgrabungen zur Entnahme der Rohrproben waren aus Kostengründen nicht möglich.

Die Prüfstücke entstammten deshalb Gelegenheiten wie Umverlegungen, Stilllegungen und Störungen von Fernwärmeleitungen. Durch diese Art der zufälligen Probennahme entstanden Defizite. So lagen für sehr alte Rohre, die vor 1980 verlegt worden sind, sowie für große Nennweiten ab DN 350 (350 mm Innendurchmesser) keine Proben vor. Untersucht wurden 110 Rohrproben von 10 Netzbetreibern mit einer breiten Streuung der Betriebsweisen und damit der Beanspruchung. Zur Vergleichbarkeit der Resultate erfolgte eine rechnerische Normierung der thermischen Belastung auf eine Dauertemperaturbelastung von 120°C. Die älteste untersuchte Rohrprobe hatte zwar ein Betriebsalter von 25,7 Jahren, das höchste errechnete „Normalter“ betrug jedoch nur 11 Jahre. Damit ist auch die älteste der untersuchten Proben noch vergleichsweise „jung“.

 

Adressen

Projektleitung, Koordinierung
GEF Chemnitz mbH

Forschung, Anwendung
IMA

Hinweis

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