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Fazit

Das Konzept des „Paul-Wunderlich-Hauses“ ist aufgegangen. Viel Engagement aller Beteiligten von Beginn an, klare Zielsetzungen im Wettbewerb und deren Umsetzung in der Planung und Ausführung führten zu einem Gebäudeensemble, das nicht nur durch Energieeffizienz und Nutzerkomfort besticht, sondern auch in ästhetischer und städtebaulicher Hinsicht Zeichen setzt.

Besonders hervorzuheben ist, dass der angestrebte Primärenergieverbrauch schon im ersten Betriebsjahr erreicht wurde. Die gemessenen Energieverbräuche entsprechen annähernd den Planwerten, obwohl beispielsweise die Raumtemperaturen im Winter über dem vorgegebenen Wert von 20 °C lagen. Durch das Gebäudemonitoring konnten Fehlfunktionen im Betrieb identifiziert und größtenteils bereits behoben werden. Die Komfortmessungen zeigen, dass die thermische Behaglichkeit in einem sehr guten Bereich liegt. Das Monitoring wird bis 2010 fortgeführt und es ist zu erwarten, dass die Verbrauchswerte durch den laufenden Optimierungsprozess noch verbessert werden.

Die Inbetriebnahme eines Gebäudes mit einer anspruchsvollen Gebäudetechnik und der Einbau notwendiger Messtechnik für ein Monitoring sind sehr komplexe Prozesse. Dies zeigte sich auch beim Paul-Wunderlich-Haus. Einzelne Gebäudekomponenten, wie z. B. die nächtliche automatische Fensterquerlüftung oder die Steuerung der Außenjalousien, waren zunächst problematisch. Installationsbetriebe hatten Schwierigkeiten bei der Umsetzung dieser Komponenten. Eine sehr sorgfältige Planung und Dokumentation der Inbetriebnahme unter noch stärkerer Einbeziehung des Gebäudebetreibers wäre in dieser wichtigen Phase eines Projektes sehr hilfreich.

Im Betrieb bestimmt nicht nur die Technik über den Energieverbrauch. Ein informierter Nutzer kann dazu beitragen, dass ein Gebäude energieeffizient und komfortabel betrieben werden kann. Daher erläutert ein Nutzerhandbuch die Konzepte und Funktionalitäten im Paul-Wunderlich-Haus.

Seit Januar 2009 trägt das Paul-Wunderlich-Haus als eines der ersten Gebäude das Deutsche Gütesiegel für Nachhaltiges Bauen in Gold. Bewertet werden sämtliche Aspekte nachhaltigen Bauens: ökologische Faktoren und wirtschaftliche Effizienz, aber auch soziokulturelle, funktionale und technische Aspekte sowie Prozessqualität und separat die Standortqualität.

 

Adressen

Architekt
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