Die Optimierung der Details
Zu Beginn des Projektes wurden die energetischen Einflüsse verschiedener bautechnischer Varianten und Anschlussdetails mithilfe des Passivhaus-Projektierungspakets (PHPP) und Wärmebrücken-Simulationsprogrammen untersucht. Dies waren z. B. der Einfluss der Dicke des VIP-Materials, die Anordnung und die Abstände der Vakuumdämmelemente im Beton bzw. im Holzbauteil sowie die Wärmebrücken. Die Berechnungen ergaben unter anderem: Verändert man die Abmessung des Vakuumdämmpaneels von 30 mm auf 40 mm, so reduziert man den Heizenergiebedarf um ca. 4 kWh/m²a. Pro Zentimeter Abstand der einzelnen Dämmpaneele vergrößert sich der Heizenergiebedarf um ca. 1,8 kWh/m²a für 30 mm starke VIP-Paneele und um ca. 1,4 kWh/m²a für 40 mm. Die Verwendung von Gläsern mit höherem g-Wert (0,6 anstatt 0,48) verringert den Heizenergiebedarf um 3,5 kWh/m²a. Ein besserer Wärmerückgewinnungsgrad der Lüftungsanlage (0,85 anstatt 0,8) senkt den Heizenergiebedarf um 0,8 kWh/m²a. Durch Anpassen der verschiedenen Parameter wird in der endgültigen Planung der Grenzwert von 15 kWh/m²a für den Heizenergiebedarf eines Passivhauses eingehalten.
Um die beim Heizenergiebedarf von Passivhäusern erheblich ins Gewicht fallenden Wärmebrücken möglichst gering zu halten, wurden im Laufe des Planungsprozesses mehrere Details am Hausentwurf optimiert. Besonderes Augenmerk fiel auf die Stoßstellen der Fertigelemente, die mit ca. 700 m Gesamtlänge das Wärmedämmverhalten des Gebäudes erheblich beeinflussen können. Die Alu-Dampfsperre der VIP führt speziell an Stoßpunkten mit Wärmebrücken zu einer deutlichen Verschlechterung der Wärmebrückenausbildung. Die Aluminiumverkleidung sollte deshalb an den Stoßpunkten unterbrochen werden (Abb 5). Als kritisch erwies sich zunächst der Anschluss Wand/Bodenplatte: Die kraftschlüssige Verbindung der äußeren Betonschale mit der Bodenplatte erlaubt einen Wärmefluss von der Wandinnenseite an die Luft. Entsprechendes Anbringen von Perimeterdämmung reduziert diese Einflüsse aber deutlich (Abb 6). Die luftberührten Bauteile waren in Bezug auf Wärmebrücken eher unproblematisch. Insgesamt beträgt der Einfluss der Wärmebrücken am Heizenergiebedarf nach der Optimierung ca. 25%.
- Vakuumgedämmte Fertigteile in der Baupraxis
- Die VIP-Elemente
- Das Demonstrationsgebäude
- Die Optimierung der Details
- Messergebnisse
- Ausblick
Adressen
Hersteller/Bauherr
Variotec GmbH & Co. KG
Architektur
Forstner Architektur
Monitoring
Fraunhofer ISE




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