Vielseitige Sandwich-Elemente
Sandwich-Konstruktionen sind robust und vielseitig einsetzbar. Mechanische Beschädigungen bei der Montage sind weitgehend ausgeschlossen. Dächer, Wände, Fassaden, Fenster und Türen können aus groß- und kleinformatigen Sandwich-Elementen mit Vakuum-Isolation gefertigt werden. Realisiert werden jetzt die Materialkombinationen Holz/Holz, Holz/Beton und Beton/Beton bzw. Beton/Ortbeton/Beton.
Mit Standard-Elementen können Beschädigungen bei Montage oder Nutzung, Feuchteprobleme oder Wärmebrücken konstruktiv vermieden werden. Die Fa. Variotec arbeitet an einem solchen Baukastensystem aus Sandwich-Elementen mit Vakuum-Paneelen. Nachdem die neue Vakuumdämmung bereits in dem Prototypen Room 75 eingesetzt wurde, wurde eine komplette Produktreihe entwickelt, die zunächst in einem Demonstrationsgebäude erprobt werden soll. Gemeinsames Konstruktionsprinzip aller Sandwich-Elemente ist ein Glasfaseranker, der die Schichten punktuell auf Zug und Druck verbindet, ohne dass bedeutsame Wärmebrücken entstehen.
Stege aus PUR-Schaum sollten die Vakuum- Paneele fest aufnehmen, deren Kanten schützen und auch die Wärmebrücken an Anschlüssen oder Elementstößen verringern (Abb 8 links). Dieses Konzept wurde grundlegend überarbeitet. Mit der neuen Lösung für die Ankerdurchdringung und den Kantenschutz berühren sich die VIP allseitig fugenlos (Abb 8 rechts). Auf diese Weise konnten die Wärmeverluste durch die Wand um 17% vermindert werden. Um ganz sicher den Passivhausstandard zu erreichen, werden für das Demonstrationsgebäude durchgängig 40 mm starke Vakuum-Paneele eingesetzt, die wiederum zu robusten Dämmplatten aufbereitet werden (Abb 7). Teilweise wird die gesamte Dämmplatte mit einer diffusionsdichten Folie ummantelt.
Demonstrationsgebäude
Das Gebäude soll die Anwendungschancen von Vakuumdämmung demonstrieren. Es wird in Holz-Beton-Mischbauweise errichtet, wobei für alle Bereiche in Sandwich-Elemente integrierte Vakuumdämmung verwendet wird. Das Gebäude in problematischer Hanglage stellt hohe Anforderungen an die verwendeten Fassadenelemente in Bezug auf Statik und Feuchteschutz.
Alternative zum Metallcontainer
Room 75 ist ein Projekt der Architektin Manuela Skorka und zeigt den Nutzflächengewinn bei einem im Werk komplett vorgefertigten Mini-Gebäude. Mit einer in die Sandwich-Konstruktion integrierten Vakuumdämmung wird eine hohe Behaglichkeit trotz schlanker Wand erreicht. Bei nur 75 m³ umbauten Raum wären mit einer gewöhnlichen Wärmedämmung bei gleichem Wärmeschutz nur 17 m² statt 25 m² nutzbar. Das Mini-Passivhaus wurde im Frühjahr 2003 realisiert. Ein im Winter 2003/04 durchgeführter Blower-Door-Test bestätigte beim aufgestellten Prototypen die Winddichtigkeit nach Passivhausstandard. Die thermografische Analyse zeigte keine problematischen Wärmebrücken.
Zum Einsatz kommt eine extrem kompakte Wandkonstruktion der Fa. Variotec mit nur 14 cm Wandstärke und einem U-Wert von 0,15. Eine massive Wand aus 7 cm Brettschichtholz, auf die ein Dämmpaneel mit VIP-Kern montiert ist, bildet die Tragkonstruktion. Die Fassade ist mit beschichteten Holzwerkstoffplatten gestaltet, die in vielen Farben erhältlich sind.
- Vakuum-Isolation in Fassadenelementen
- Fertige Wandelemente
- Vielseitige Sandwich-Elemente
- Fazit
- Forschung und Entwicklung
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Zusatzinformation zu "Room 75"
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