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Gebäudesteckbrief
© SOLVIS, C. Richters

Luftbild der Fabrikanlage.
© SOLVIS, C. Richters

Die Tore der Vorbauten für die Warenanlieferung sind in der Regel nie gleichzeitig geöffnet.
© SOLVIS, C. Richters

Gebäudekonzept

Der Entwurf fasst alle Nutzungsbereiche in einem kompakten Bau zusammen. Die Produktion ist durch einen zentralen Flur gegliedert: auf der einen Seite die Montagebereiche, auf der anderen das Auslieferungslager. An diese Bereiche schließen jeweils Vorbauten an zur Warenanlieferung bzw. -verladung mit LKWs innerhalb der thermischen Hülle. Entlang des zentralen Flures liegen ebenerdig sämtliche Funktionsnebenräume und Sanitäreinrichtungen, auf einer Galerie im 1.OG ist die gesamte Lüftungstechnik sichtbar. Aufenthaltsräume und der Großteil der Büros sowie der Entwicklungsbereich sind über zwei Etagen mittig
in das Produktionsgebäude integriert. Sie umfassen einen schmalen Hof. Ein weiterer zweigeschossiger Trakt mit Büros ist an der Südostseite des Gebäudes angeordnet.

Markant ist das außen liegende Stahl-Tragwerk, das auch als Unterkonstruktion für die Solarsysteme dient. Der dadurch stützenfreie Produktionsbereich ist flexibel nutzbar, zugleich ist das beheizte Luftvolumen um 15% reduziert. Aus Gründen der Lastabtragung und der thermischen Speicherfähigkeit sind der Flurbereich genauso wie die Wände der Büros aus Stahlbeton. Flachdächer (U=0,17 W/m²K) und Wände (U= 0,20 W/m²K) der Fertigungshalle sind statisch optimierte, hochgedämmte Leichtbauteile in Holzrahmenbauweise. Die Fensterbänder der Halle haben eine Zweifach- Wärmeschutzverglasung (UW=1,4 W/m²K; g=58%). Die Fassade der Büros besteht aus einer hohen, teilweise mattierten Dreifach- Wärmeschutzverglasung (UW=1,1 W/m²K; g=46%). Die Öffnungsflügel sind Holzpaneele mit Vakuumdämmung. Vor sommerlicher Überhitzung schützen außen liegende, zweigeteilte Lamellenjalousien.

„Nullemission“ erreichen

Nullemissionsgebäude haben das Ziel, ihren Energiebedarf ohne CO2-äquivalente Emissionen zu decken. Dabei ist das Konzept flexibel bezüglich der Maßnahmen: je nach objektspezifischen Randbedingungen wird entschieden, ob es sinnvoller ist, weitere Energiesparmaßnahmen durchzuführen oder zusätzlich regenerative Energie zu erzeugen. In der Regel ist keine autarke Energieversorgung angestrebt, sondern eine ausgeglichene Bilanz. Als regenerative Energieträger kommen Sonne, Wind- und Wasserkraft oder Holz bzw. Rapsöl in Frage. Die konventionelle Produktion von Rapsöl verursacht allerdings CO2-Emissionen. Durch die zusätzliche Netzeinspeisung von regenerativ erzeugtem Strom, beispielsweise aus einer Photovoltaik-Anlage, kann die Energieversorgung mit einem Rapsöl-BHKW rechnerisch auch bei konventionell erzeugtem Rapsöl CO2-neutral erreicht werden.

 

Adressen

Architektur
Banz + Riecks

TGA, Energiekonzept
solares bauen GmbH

Energiekonzept, Tageslichtplanung, Gebäudesimulation
Fraunhofer ISE

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Auswertung für das Jahr 2004
(21 Seiten, 349 kB)