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Projektinfos  – Energieforschung konkret

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Modell des weltweit ersten großtechnischen IGCC-Kraftwerks mit integrierter CO2-Abtrennung und -Speicherung. Das Kraftwerk wird über eine Bruttoleistung von 450 MW verfügen und soll etwa 2014 in Betrieb gehen.
© RWE
Fortschritte mit der IGCC-Technik
Projektinfo 09/2006
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Kraftwerke mit Kohlenvergasung

Derzeit liefern Braun- und Steinkohlenkraftwerke etwa die Hälfte des Stroms in Deutschland. Die andere Hälfte teilen sich Kernkraftwerke (ca. 30%) und Kraftwerke auf Basis von Erdgas und erneuerbaren Energien. Auch auf absehbare Zukunft werden Großkraftwerke auf Kohlenbasis im Energiemix notwendig sein.

Wegen der Altersstruktur des deutschen Kraftwerksparks und des Atomausstiegs müssen bis zum Jahr 2020 in Deutschland Altkapazitäten von 40.000 MW (ohne Erweiterungsbedarf) ersetzt werden. Daher ist seit Jahren ein Schwerpunkt der Energieforschung, Kraftwerkskonzepte mit höherer Energieeffizienz und geringeren Umweltauswirkungen für alle Energieträger zu entwickeln, um die in der Modernisierung des Kraftwerksparks liegenden Chancen zu nutzen. Für den Energieträger Kohle gibt es zwei Strategien: Zum einen ist ein Ziel, in konventionellen Dampfkraftwerken die Effizienz durch Erhöhung von Temperatur und Druck im Dampfturbinenprozess und Optimierung der Braunkohlentrocknung zu steigern. Zum anderen werden die bekannten Kombi-Prozesse für die Kohlenverstromung weiterentwickelt. Diese Prozesse ermöglichen sehr hohe Wirkungsgrade aufgrund der Kombination von Gas- und Dampfturbinen.

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Innerhalb der Kombi-Prozesse haben sich die Gas- und Dampfturbinenprozesse mit integrierter Kohlenvergasung (IGCC – Integrated Gasification Combined Cycle) am weitesten durchgesetzt. Die IGCC-Technologie verfügt bereits über einen hohen großtechnischen Entwicklungsstand. Forschungsziel ist, diesen zu einem „schlanken“ IGCC weiter zu entwickeln, d. h. Vereinfachung und Optimierung der Anlagentechnik sowie eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit. Als weitere Optionen können Kombi-Prozesse in Zukunft auch zur Gewinnung chemischer Grundstoffe (z. B. synthetischer Treibstoffe, Wasserstoff) eingesetzt werden. In den letzten 30 Jahren hat die Bundesregierung mehr als 100 Projekte mit dem Schwerpunkt Vergasungstechnologie mit einem Gesamtbudget von 400 Mio. Euro gefördert. Auch das aktuelle 5. Energieforschungsprogramm betont die großen Potenziale dieser Technologie sowohl für die Strategielinie „Energieeffizienz“ als auch für die „CO2-Abtrennung“. Mit vergleichbarer Zielsetzung fördert auf europäischer Ebene die Kommission CO2-arme Stromerzeugungstechnologien auf Basis Kohlen inklusive der CO2-Speicherung.

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Adressen

Projektkoordination
TU Freiberg, IEC

Downloads

"Clean Coal Power"
(VGB PowerTech, 8 S., 1,2 MB)

"CO2-Arme Kraftwerke"
(RWE, 28 S., 1,7 MB)

"Präsentation COORETEC"
(RWE, TU Freiberg, 16 S., 450 kB)

Adressen
(2 Seiten, 46 kB)

Hinweis

Dieses Projektinfo ist derzeit vergriffen, als PDF-Download jedoch verfügbar