Gebäudekonzept
Das dreigeschossige Schulgebäude besteht aus einem Riegel entlang der Erschließungsstraße. Daran schließen sich zwei kubische Baukörper an, in denen sich die Unterrichtsräume befinden. Alle Baukörper sind über eine zentrale Flurhalle im Riegel miteinander verbunden (Abb 3). In der abgehängten Decke der Flurhalle verläuft die Techniktrasse; daraus verästeln sich die Versorgungstrassen in die Flure und Räume.
Das Gebäude verfügt über zwei Atrien. Das große Atrium eignet sich für Schulveranstaltungen (ca. 500 Plätze) und für Konzerte, da es über eine sehr gute Akustik verfügt. Im Untergeschoss des Gebäudes befindet sich eine Tiefgarage, deren Decke unterseitig mit 18 cm Mineralwolle gedämmt ist. Entscheidende Vorgabe an das Konzept war, flexible Raumgrößen zu ermöglichen und neben geschlossenen Unterrichtsräumen auch offene Lernzonen zu schaffen. Hierfür bietet sich die zentrale Flurhalle an, die das gesamte Gebäude erschließt. Flexible Raumgrößen können durch ein neu entwickeltes Modulkonzept realisiert werden. Jedes Modul verfügt über eine identische technische Ausstattung (RLT-Anlage, EDV). Somit lassen sich Räume durch Versetzen der Trennwände entlang der Fassade vergrößern und verkleinern.
Das Gebäude ist ein Stahlbetonbau, der Riegel ist als Massivkonstruktion mit Lochfassade ausgeführt, die kubischen Unterrichtsgebäude sind als Skelettbauten mit vorgehängter Pfosten-Riegel-Fassade konstruiert. Die Decken sind weitgehend unverkleidet und haben eine Stärke von im Mittel 35 cm, so dass auf eine zusätzliche Trittschalldämmung sowie Estrich verzichtet werden kann. Trotz der großzügig angeordneten Verkehrsflächen ist ein kompaktes Gebäude mit einem mittleren U-Wert von 0,43 W/m²K entstanden.
Belichtung
Außenjalousien mit Lichtlenkfunktion schützen die Klassen- und Verwaltungsräume vor unerwünschten Wärmeeinträgen und sorgen für ein blendfreies Arbeiten. Die Atrien verfügen über einen innen liegenden Sonnenschutz aus beschichtetem Stoff. Um die Wärmeeinträge in Treppenhäuser, Cafeteria und Konferenzbereiche zu reduzieren, wurden Sonnenschutzgläser (g-Wert 0,21) eingebaut. Die Tageslichtversorgung des Gebäudes wurde mit Hilfe von Simulationsberechnungen optimiert. Die Außenjalousien werden automatisch in Abhängigkeit vom Sonnenstand, z. T. auch von der Raumtemperatur, gesteuert, können jedoch ebenfalls manuell bedient werden. Die Flurbereiche werden über die Atrien mit Tageslicht versorgt und ergänzen über Oberlichter die natürliche Belichtung der Klassenzimmer. Kunstlicht wird vom Nutzer eingeschaltet und in Abhängigkeit vom vorhandenen Tageslichtangebot in einzelnen Reihen oder komplett abgeschaltet.
Adressen
Architektur
Elwert-Stottele-Rädle
Wissenschaftliche Begleitforschung
Hochschule Biberach
Dokumentation
Fraunhofer ISE
Downloads
Links
(1 Seite, 46 kB)
Abschlussbericht
(116 Seiten, pdf, 14,7 MB)
Bauwerkskosten
(1 Seite, 20 kB)





