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Vier deutsche Teilnehmer beim Solar Decathlon Europe
Projektinfo 04/2010
 

Abb.1: Nordostansicht des energieautarken Gebäudes vom Team der Technischen Universität Darmstadt
© TU Darmstadt, Kubina

Internationaler Wettbewerb Solares Wohnen

Der internationale Hochschulwettbewerb Solar Decathlon bietet Studierenden die einmalige Chance, Architekturentwürfe umzusetzen, die während der Studienzeit in der Regel Theorie bleiben. Teams verschiedener Universitäten können ihren Entwurf eines Plusenergiehauses, das in der Jahresbilanz mehr Strom solar produziert als für den Betrieb notwendig ist, realisieren und im Wettstreit mit anderen ehrgeizigen Projekten an den Ansprüchen der Wirklichkeit messen.

Integrale Planung und Umsetzung eines innovativen Bauvorhabens können so bereits im Studium geprobt werden. Der Solar Decathlon führt Studierende, die Ingenieure und Architekten der nächsten Generation, an das Thema energieeffizientes Bauen heran. Ein weiteres wichtiges Ziel besteht darin, eine breite Öffentlichkeit für den verantwortungsvollen Umgang mit Energie zu sensibilisieren und zu demonstrieren, dass komfortables Wohnen und Energieeffizienz im Einklang stehen können.

Bereits seit 2002 findet der Wettbewerb in Washington D.C. (USA) statt. Jedes teilnehmende Team baut sein Gebäude innerhalb weniger Tage für den Wettbewerb auf der National Mall auf. Dort findet die Bewertung im Rahmen des Solar Decathlon (Solarer Zehnkampf) statt. 2007 ging zum ersten Mal der 1. Preis für das attraktivste, funktionalste und energieeffizienteste Solarhaus an das Team der TU Darmstadt und machte den Solar Decathlon in Deutschland bekannt. Nach der Rückkehr des Gebäudes aus den USA war das Interesse riesig. So entschied man sich, das Haus zunächst an verschiedenen Orten auszustellen (DEUBAU in Essen, Stuttgart), bevor es auf dem Campus der TU Darmstadt dauerhaft aufgebaut wurde.

Bild 1 - projekt 0410 01: Abb.1: Nordostansicht des energieautarken Gebäudes vom Team der Technischen Universität Darmstadt
Copyright: TU Darmstadt, Kubina
Bild 2 - projekt 0410 02: Abb.2: Gebäudesteckbrief
Copyright: BINE Informationsdienst
Bild 3 - projekt 0410 03: Abb. 3: Blick auf die Veranda
Copyright: TU Darmstadt
Bild 4 - projekt 0410 04: Abb. 4: Gebäudegrundriss
Copyright: TU Darmstadt
Bild 5 - projekt 0410 04b: Abb. 4b: Energiekonzept: Systemkomponenten
Copyright: BINE Informationsdienst
Bild 6 - projekt 0410 05: Abb. 5: Messwerte einzelner Tage im November 2009
Copyright: BINE Informationsdienst
Bild 7 - projekt 0410 06: Abb. 6: Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Copyright: living EQUIA
Bild 8 - projekt 0410 07: Abb. 7: Solarhaus der Hochschule Rosenheim
Copyright: Hochschule Rosenheim
Bild 9 - projekt 0410 08: Abb. 8: Hochschule für Technik Stuttgart
Copyright: HFT Stuttgart
Bild 10 - projekt 0410 09: Abb. 9: Bergische Universität Wuppertal
Copyright: Team Wuppertal
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Der knappe Wettbewerbszeitraum von wenigen Tagen im Spätsommer lässt keine Rückschlüsse auf eine ganzjährige Funktionsfähigkeit des Hauses zu. Um diese nachzuweisen, sind Untersuchungen über einen längeren Zeitraum notwendig. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Programms Energieoptimiertes Bauen (EnOB) wird das Energiekonzept unter deutschen Klimabedingungen getestet und das Gebäude umfangreich vermessen. Während des Monitorings findet eine Nutzung als Büro statt. Typische, für ein Wohnhaus relevante Energieverbräuche durch Kochen, Waschen und Trocknen werden dennoch durchgeführt.

Nach dem Vorbild des amerikanischen Wettbewerbs wird im Juni 2010 erstmalig der Solar Decathlon Europe in Madrid stattfinden. Das BMWi ist Schirmherr der vier deutschen Beiträge aus Berlin, Rosenheim, Stuttgart und Wuppertal. Der europäische Wettbewerb soll auch künftig alternierend zum US-amerikanischen Solar Decathlon stattfinden.

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Literatur
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