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Messergebnisse und Erfahrungen

Insbesondere Funktionstüchtigkeit und Verhalten der Vakuumpaneele in den Großelementen wurden messtechnisch überprüft. Von 154 gemessenen VIPs sind 5 Stück beschädigt. Die defekten VIPs befinden sich meist in nachgearbeiteten Bereichen. Mit zunehmender Erfahrung sollte es demnach möglich sein, die Anzahl der Defekte noch zu reduzieren. Um Wärmebrücken in der Konstruktion mit dem ungestörten Zustand hinter einem VIP zu vergleichen, wurden an verschiedenen Stellen Temperaturverlauf und Feuchte aufgezeichnet. Die Ergebnisse sind sehr zufriedenstellend. Grundsätzlich war eine Auffeuchtung weder an den Fugen noch an den Wärmebrücken zu erkennen. Die Fugen zwischen den Großelementen wiesen an den Messstellen
etwas höhere Temperaturen auf, als nach der Planung zu erwarten war.

Laut einer Lebenszyklusanalyse spart das Großelement über eine mit 30 Jahren angesetzte Lebenszeit das Dreieinhalbfache der für die Herstellung aufgewendeten Energie ein. Vor allem im Bereich der Metallbefestigungen und der Fassadenbekleidungen könnte die Konstruktion hier weiter optimiert werden.

Bei einem Wärmedämmverbundsystem (Polystyrol) mit gleicher Dämmwirkung wird über diese Zeit allerdings fast das 20-fache der Herstellungsenergie eingespart. Die Montage der Großelemente gelang mit jedem Gebäude schneller. Die Fertigstellung der dritten Fassade dauerte noch eineinhalb Tage. Am meisten Zeit kostete das Anbringen der Fassadenverkleidung auf der Baustelle – obwohl im Nichtwohnungsbau ein häufig eingesetztes Verfahren.

Sowohl bei der Fertigung als auch bei der Montage konnte sehr maßhaltig gearbeitet werden. Auch beim Fenstereinbau stellte die Passgenauigkeit kein Problem dar.

 

Adressen

Bauherr
HWB

Großelementdämmtechnik
IGRT mbH

Downloads

Zusatzinfos des IWU
(PDF, 2 Seiten, 56 kB)

Links

Projektpräsentation der
Forschungsinitiative EnOB