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Fazit

Das Forschungsprojekt geht einen neuen, unkonventionellen Weg zur energetischen Fassadensanierung. Die dafür entwickelten Großelemente kombinieren die hocheffiziente Vakuumdämmung mit den Vorteilen einer industriellen Vorfertigung. Die Integration der Fenster in die Elemente bereits im Werk minimiert die Beschädigungsgefahr der Vakuumpaneele und ermöglicht einen wetterunabhängigen Austausch. Messungen bestätigen, dass die empfindlichen Paneele bei dieser Konstruktion nur vereinzelt beeinträchtigt
wurden.

Bei nur 90 mm Elementaufbau erreichen die Fertigteile einen U-Wert von 0,15 W/(m²K) – trotz statisch erforderlicher Stahlanker, die die Dämmebene durchdringen. Innovative Materialien könnten diese Wärmebrücken weiter reduzieren.

Die Technik sollte ursprünglich bei Gebäuden, deren Fensteranordnungen sich wiederholen, schnellere Fassadensanierungen mit geringerer Beeinträchtigung der Nutzer ermöglichen. Zum derzeitigen Stand bietet sie nur Marktchancen für Nischenanwendungen. Insbesondere dort, wo herkömmlichen Dämmstoffe den erwünschten Wärmeschutz bei gleichzeitig begrenzter Schichtdicke nicht mehr erreichen können. Für die Weiterentwicklung zu einem marktfähigen Produkt und den Übergang zur Großserienfertigung müssten noch diverse Punkte optimiert werden: Elementaufbau und -abmessung, Produktion und Montage, Herstellungs-Energieaufwand sowie die Austauschmöglichkeit defekter VIPs. Erst dann sind auch Aussagen zur Kostenentwicklung sinnvoll.

Auch mittelfristig wird diese Gebäudedämmtechnik mit vorgefertigten Elementen unter Verwendung von Vakuumpaneelen noch ein hohes technisches Know-how erfordern. 

 

Adressen

Bauherr
HWB

Großelementdämmtechnik
IGRT mbH

Downloads

Zusatzinfos des IWU
(PDF, 2 Seiten, 56 kB)

Links

Projektpräsentation der
Forschungsinitiative EnOB