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Vakuumpaneele in kompletter Vorfertigung
Projektinfo 04/2008
 

Abb. 1: Hubstapler statt Gerüst – die vorgefertigten Großelemente werden an den Haltevorrichtungen der Fassade eingehängt.
© IWU, Darmstadt

Gebäude sanieren - hochdämmende Großelemente

Steigende gesetzliche Standards und hohe Energiepreise bewirken, dass der Wärmeschutz von Gebäuden immer besser wird. Entsprechend dicker werden aber auch die Dämmpakete vor den Außenwänden. Bei neuen Bauvorhaben kann man solche Aufbauten von vornherein planerisch berücksichtigen.

Doch bei Maßnahmen im Bestand setzen die räumlichen Gegebenheiten der Stärke der Außendämmung oft Grenzen. Davon abgesehen reduziert eine nachträgliche, dicke Dämmung den Lichteinfall durch die vorhandenen Fensteröffnungen und wird dort häufig auch als gestalterischer Kompromiss empfunden.

Hier können Vakuumisolationspaneele (VIP) ihre Vorteile ausspielen: Sie erreichen die gleiche Wirkung wie herkömmliche Dämmstoffe mit einer wesentlich geringeren Materialstärke. Die Paneele aus einem evakuierten Pulverkern, umhüllt von einer dünnen, metallbeschichteten Kunststofffolie, sind allerdings auch sehr empfindlich. Wird die Außenhülle verletzt und der Dämmkern belüftet, sinkt die Effektivität deutlich.

Eine Lösung, die Vakuumisolationspaneele unversehrt einzubauen, bietet ihre Integration in Fertigteile. Die Vorfertigung der Elemente im Werk durch qualifizierte Mitarbeiter verringert die Beschädigungsgefahr gegenüber der Montage der ungeschützten VIP auf der Baustelle enorm und bietet auch weitere Vorteile. Bei Neubauten gibt es mit dieser Variante gute Erfahrungen.

Bild 1 - projekt 0408 01: Abb. 1: Hubstapler statt Gerüst – die vorgefertigten Großelemente werden an den Haltevorrichtungen der Fassade eingehängt.
Copyright: IWU, Darmstadt
Bild 2 - projekt 0408 02: Abb. 2: Die drei Gebäude vor der Modernisierung.
Copyright: IWU, Darmstadt
Bild 3 - projekt 0408 02b: Abb. 2: Die drei Gebäude nach der Modernisierung.
Copyright: IWU, Darmstadt
Bild 4 - projekt 0408 03: Abb. 3: Aufbau der sanierten Außenwand.
Copyright: IWU, Darmstadt
Bild 5 - projekt 0408 04: Abb. 4: Prinzipdarstellung der Befestigungspunkte zwischen Wand und Großelement.
Copyright: IGRT, Bochum
Bild 6 - projekt 0408 05: Abb. 5: Vertikalschnitt Fensterintegration (noch ohne Fassadenverkleidung) mit Isothermen.
Copyright: IWU, Darmstadt
Bild 7 - projekt 0408 06: Abb. 6: Zusammensetzung der Kosten für die Großelemente.
Copyright: IWU, Darmstadt
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Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) unterstützte im Rahmen des Förderkonzepts EnSan, Energetische Verbesserung der Bausubstanz, eine Lösung mit Fertigteilen erstmals auch bei bestehenden Gebäuden. Für die Sanierung dreier Wohngebäude in Hofheim wurden Prototypen entwickelt, eingesetzt und überprüft.

Die Straßenfassaden der Altbauten boten durch die Grenzbebauung zum Gehsteig wenig Raum für eine nachträgliche Dämmung. Um trotzdem einen hochwertigen Wärmeschutz zu erreichen, entschieden sich die Planer für den Einsatz der Vakuumpaneele. Dabei wurde eine Kombination mit der sogenannten Großelement-Dämmtechnik getestet, die – ebenfalls im Rahmen eines Forschungsvorhabens – ursprünglich für herkömmliche Dämmung entwickelt wurde.

Im Werk vorgefertigte, geschosshohe Elemente, die bereits die neuen Fenster enthalten, werden in ein an der Fassade vorgerüstetes Befestigungssystem eingehängt. Das erlaubt eine schnelle, passgenaue Montage mit wenigen Nacharbeiten auf der Baustelle. Wärmebrücken im Konstruktionsaufbau können im Vorfeld minimiert werden.

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Adressen

Bauherr
HWB

Projektkoordination
IWU

Großelementdämmtechnik
IGRT mbH

GEDT-Elemente
VARIOTEC

Downloads

Zusatzinfos des IWU
(PDF, 2 Seiten, 56 kB)

Links

Projektpräsentation der
Forschungsinitiative EnOB