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Heizung, Lüftungs- und Klimatechnik

Strom und Wärme liefert das nahe Müllheizkraftwerk. Von dort wird Heißwasser (130 / 90°C) zu einer zentralen Übergabestation im Bibliotheksgebäude geleitet. Die Kälteversorgung mit 6 / 15°C erfolgt aus der universitätseigenen Kältezentrale. Ein Umformer in der Technikzentrale des Gebäudes erzeugt den für die Luftbefeuchtung erforderlichen Dampf. Vor der Sanierung verbrauchte die Vollklimatisierung aller Räume extrem viel Energie. Zur Luftaufbereitung befanden sich in Ebene 0 mehrere raumlufttechnische Zentralgeräte, die Abluftgeräte standen im Dachgeschoss. Eine Wärmerückgewinnung war nur in geringem Umfang durch Umluftbeimischung möglich.

Außenliegende Räume wurden durch das Mischen von Warm- und Kaltluft temperiert. Eine Fensterblasanlage erwärmte die Innenscheiben, um Kälteabfall und Kondenswasserbildung zu vermeiden. Für die innenliegenden Räume konnte die Zuluft vor den Luftauslässen nacherhitzt werden. Eine bedarfsgerechte und damit energiesparende Regelung von Heizung, Kühlung und Lüftung unterschiedlicher Bereiche war bei diesem System nicht möglich. Daneben führten unabgestimmte Druckverhältnisse in der Anlage zu Geräuschproblemen. Im Zuge der Sanierung wurde das ursprünglich einbündige System aufgelöst und durch drei voneinander unabhängige Anlagen für Heizung, Lüftung und Kühlung ersetzt: Außenliegende Räume werden jetzt natürlich be- und entlüftet. Den Mindestluftwechsel für die innenliegenden Räume sichert eine minimierte Klimaanlage mit einer leistungsfähigen Enthalpierückgewinnung. Diese ist über Variabel-Volumenstromregler (VVS) regelbar, was weitere Möglichkeiten zu einem energiesparenden Betrieb eröffnet.

Heiz- und Kühlenergie werden durch das Medium Wasser transportiert und lösen die energieintensive Verteilung durch Luft ab. Im Bereich der Glasfassaden wurden konventionelle Heizkörper nachgerüstet, die u.a. den Kaltluftabfall im Fensterbereich verringern, so dass auf die Fensterblasanlage verzichtet werden konnte. Ihre elektronischen Ventile schließen bei geöffnetem Fenster selbsttätig. Die im Gebäudeinneren anfallenden höheren Wärmelasten werden durch nachgerüstete wassergestützte Raumkühlgeräte ausgeglichen. Die Abwärme der dafür eingesetzten Wärmeübertrager kommt der Außenluftvorwärmung zugute. Durch die Summe der Maßnahmen wird die bedarfsgerechte Regelung der Haustechnik möglich. So können die raumlufttechnischen Anlagen in der Nebenzeit abgeschaltet werden, während die Räume weiter temperiert werden. Für die Lüftungsanlagen konnten vorhandene Bauelemente nach einer Reinigung wieder verwendet werden, was Kosten sparte.

 
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Projektbericht (engl.)
(7 Seiten, 655 kB)

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(4 Seiten, 23 kB)