Beleuchtung
Bei einem Verhältnis von Fassade zu Bibliotheksfläche von 1:7 reicht in den Innenzonen die Tageslichtversorgung trotz der großen Glasflächen nicht aus. Zusätzlich beeinträchtigt die Regalaufstellung die Verteilung von Tages- und Kunstlicht. Das einheitliche Leuchtenraster ließ keine individuellen Anpassungen zu - im Inneren wurde zu wenig, in den Fassadenbereichen zuviel Beleuchtungsstärke gemessen. Eine bedarfsorientierte Steuerung fehlte. Nach der Sanierung ermöglicht eine abgehängte Decke eine vom Deckenraster freie Leuchtenanordnung, so dass insbesondere die Anordnung der Regale und Verkehrswege berücksichtigt werden konnte. Durch effizientere Beleuchtungstechnik konnte die Leuchtenanzahl verringert und die Anschlussleistung um ca. 40% gesenkt werden. Dennoch wird hier mit einer Beleuchtungsstärke von 430 bis 510 lux die Mindestanforderung nach DIN 5035 bequem erreicht. Ein Bussystem in den fassadennahen Bereichen zur tageslichtabhängigen Leuchtensteuerung spart Strom.
Die Möglichkeiten zur Energieeinsparung mit dem neuen Beleuchtungskonzept wird dadurch gemindert, dass im Ausgangszustand die Beleuchtungsstärke nicht überall ausreichend war. Dennoch wird erwartet, dass die realisierte Beleuchtungsleistung bei ca. 10 – 12 W/m² liegt. Vorher waren es über 20 W/m². Die Beleuchtungswärme stellt in den innenliegenden Bibliotheksbereichen den größten Kühllastanteil dar, d.h. die Senkung des Strombedarfs für die Beleuchtung senkt auch den Kühlbedarf der Räume.
Adressen
Projektdurchführung
Staats- und Universitätsbibliothek Bremen
Wissenschaftliche Begleitung
Hochschule Bremerhaven
Wissenschaftliche Begleitung
schiller engineering
Wissenschaftliche Begleitung
Hochschule Bremen
Downloads
Projektbericht (engl.)
(7 Seiten, 655 kB)
Messergebnisse der ersten 10 Monate
(4 Seiten, 23 kB)



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