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Umfassende Modernisierung eines Vollklimagebäudes
Projektinfo 14/2005
 

Die Staats- und Universitätsbibliothek Bremen – repräsentativ für öffentliche Zweckbauten der 70er Jahre – wurde umfassend saniert. Eine erste Zwischenbilanz nach 10 Monaten im Betrieb ergibt eine Reduzierung des Primärenergiebedarfes von rund 70%.

Gebäude sanieren - Universitätsbibliothek

Die 1971 gegründete Universität Bremen wird ständig größer. Gleichzeitig steigen die Energiepreise. Der insgesamt wachsende Energieverbrauch der Universität gab deshalb Anlass, über Einsparpotenziale nachzudenken. Da die Anfang der 70er Jahre errichtete Staats- und Universitätsbibliothek (SuUB) mit am meisten Energie auf dem Campus verbrauchte, wurde eine gesamtenergetische Sanierung dieses Gebäudes beschlossen.

Die Entscheidung zur energetischen Erneuerung war eng verknüpft mit Vorstellungen zur Verbesserung der Nutzbarkeit und Attraktivität für die Besucher. Als Bibliotheksgebäude naturgemäß mit viel Platz für Bücher, aber nur wenig hellen Fensterbereichen ausgestattet, war für die Räume ein neues Beleuchtungskonzept gefragt. Auch der Aufenthalt, ob zwischen Regalreihen oder im Lesebereich, sollte angenehmer werden – mit angemessener Beleuchtung, wohltemperiert und nicht mehr begleitet von Geräuschen aus Lüftungskanälen.

Bild 1 - projekt 1405 01: Die Staats- und Universitätsbibliothek Bremen – repräsentativ für öffentliche Zweckbauten der 70er Jahre – wurde umfassend saniert. Eine erste Zwischenbilanz nach 10 Monaten im Betrieb ergibt eine Reduzierung des Primärenergiebedarfes von rund 70%.
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Bild 2 - projekt 1405 02: Ausgewählte Gebäudekenndaten.
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Bild 3 - projekt 1405 03: Grundriss des Gebäudes (Ausschnitt).
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Bild 4 - projekt 1405 04: Ausgangszustand und Sanierungsmaßnahmen.
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Bild 5 - projekt 1405 05: Markante Details der Fassade.
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Bild 6 - projekt 1405 06: Die neue Leuchtenanordnung berücksichtigt die Möblierung.
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Bild 7 - projekt 1405 07: Verbrauchswerte vor und nach der Sanierung.
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Bauwerk, Baukonstruktion und technische Ausstattung bieten ein repräsentatives Beispiel für Büro- und Verwaltungsgebäude der 60er bis 80er Jahre, deren Modernisierung in den nächsten Jahren verstärkt ansteht. Das Sanierungsprojekt SuUB kann damit als Vorbild dienen. Die Beteiligten erhoffen sich eine Art „Leitfaden“ für die energetische Sanierung von Gebäuden der 70er Jahre, auf den für weitere Sanierungsprojekte der Universität, aber auch für andere öffentliche und private Bauvorhaben, zurückgegriffen werden könnte. Insgesamt wurden über 15 Mio. Euro in die Sanierung investiert, davon 7,24 Mio. Euro für energetische Maßnahmen und deren wissenschaftliche Begleitung. Weiterhin wurden die Sanierung der technischen Infrastruktur, die Modernisierung und ein neues Raumnutzungskonzept finanziert.

Die energetische Sanierung wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) im Rahmen des Förderkonzeptes „Energetische Verbesserung der Bausubstanz (EnSan)“ gefördert. Das Monitoring sicherte Kenntnisse über Energienutzung und Raumklima im Bestand als Planungsgrundlage und kontrolliert das Sanierungsergebnis über einen längeren Zeitraum.

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