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Ausgewählte Gebäudedaten/Mannheim.

Ausgangszustand und realisierte Sanierung/Mannheim.
© Ingenieurbüro ebök, Tübingen

Variante 1 mit einem Zuluft-Temperaturniveau.
© Universität Stuttgart

Variante 2 mit geschossweiser Temperaturregelung.
© Universität Stuttgart

Mehrfamilienhaus in Mannheim

Energetisches Ziel der Sanierung des Gebäudes war ein Primärenergiebedarf von 34 kWh/m² Wohnfläche und Jahr (Simulationswert ohne Aufwand zur Trinkwassererwärmung). Dies entspricht einem Primärenergieäquivalent von 3 Litern Heizöl (Abb 5, 6). Durch eine sorgfältige Planung und Detailentwicklung konnte die Summe der Transmissionswärmeverluste über die Wärmebrücken auf den Wert Null reduziert werden. Das bedeutet, dass durch die Wärmebrücken keine zusätzlichen Transmissionswärmeverluste entstehen. Bei Sanierungen ist es wichtig, die Wohnungszuschnitte an die Marktbedürfnisse anzupassen. Es wurden wesentliche Veränderungen am Grundriss durchgeführt, so dass Maisonettewohnungen mit deutlich größeren Wohnflächen entstanden sind.

Belüftung und Beheizung von Wohngebäuden

Die Versorgung von Gebäuden oder Wohnungen mit einem sehr geringen Energiebedarf stellt hohe Anforderungen an das gewählte System. Fünf verschiedene Anlagenvarianten werden in Mannheim eingesetzt. Über einen Zeitraum von 2 Jahren erfolgt die messtechnische Begleitung und Auswertung. Allen Varianten gemeinsam ist die Belüftung über ein zentrales Wohnungslüftungsgerät mit WRG im Dachgeschoss sowie ein Heizkörper im Bad.

  • Variante 1 Standard

Über ein zentrales Wohnungslüftungsgerät wird die Wohnung beheizt und belüftet. Die Gesamtluftmenge ist in drei Stufen regelbar, die Temperatur kann variabel für eine Wohnung gesteuert werden. Im Heizfall wird dem Luftsystem über einen zentralen Nacherwärmer Wärme zugeführt. Die Lüftungsanlage ist im Winter in Betrieb und wird im Sommer abgeschaltet. Die Wohnungen müssen dann über die Fenster belüftet werden. Es handelt sich um eine einfache Anlage, wie sie häufig in Passivhäusern eingesetzt wird.

  • Variante 2 Luftheizung regelbar für EG/OG

Im Unterschied zur Variante 1 sind hier separate Nacherwärmer für Erdgeschoss und Obergeschoss installiert, so dass ein jeweils unterschiedliches Temperaturniveau eingestellt werden kann.

  • Variante 3 Komfort

In jedem Raum kann sowohl die Luftmenge als auch die Temperatur individuell geregelt werden.

  • Variante 4 Standard mit Heizkörper

Ein zentrales Lüftungsgerät versorgt die Wohnungen mit Außenluft; Heizkörper in allen Räumen ermöglichen eine individuelle Temperierung.

  • Variante 5 Standard mit Erdkühlung

Neben dem zentralen Wohnungslüftungsgerät sind hier Kapillarrohrmatten in den Zimmerdecken integriert. Damit kann bei Bedarf jeder Raum individuell beheizt werden. Im Sommer ist es möglich, über ein vorgeschaltetes Kühlsystem mit Erdkollektoren die Kapillarrohrmatten zur Kühlung der Räume einzusetzen.

Erste Betriebserfahrungen

Der errechnete Primärenergiebedarf wird während der ersten Messphase erreicht. Die Wohnungen wurden im 1. Quartal 2005 vermietet. Seitdem erfolgt die Aufnahme der Messdaten, so dass erste Tendenzen bereits sichtbar sind. Das häufig eingesetzte Luftheizungssystem mit nur einem Zuluft-Temperaturniveau (Standard-Variante 1) zeigt zwischen EG und OG teilweise Temperaturabweichungen vom eingestellten Sollwert von 2 bis 4 Kelvin. (Abb 7). Diese Unterschiede heben sich bei der geschossweisen Temperaturregelung (Variante 2) fast auf (Abb 8).

Gründe für die Temperaturdifferenz sind z. B. höhere Wärmeverluste im EG durch die Außenankopplung der Bodenplatte, die durch Luftheizungssysteme mit nur einem Zuluft- Temperaturniveau nicht ausgeglichen werden können. Eine einheitliche Temperaturregelung für mehrere Geschosse bietet nur einen eingeschränkten Komfort. Dieser kann bereits mit einer einfachen geschossweisen Temperaturregelung erheblich verbessert werden.

 
Inhaltsübersicht Projektinfo 13/2005:
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Adressen

Projektdurchführung
Fraunhofer IBP

Projektdurchführung
Universität Stuttgart

Projektdurchführung
ebök Ingenieurbüro

Projektdurchführung
GBG

Links

 

Projektpräsentation der
Forschungsinitiative EnOB (Mannheim)

Projektpräsentation der
Forschungsinitiative EnOB (Tübingen)

Hinweis

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